Daniel Völter (* 20. August 1814 in Metzingen; † 22. April 1865 in Esslingen am Neckar) war ein deutscher Pädagoge und Geograph.Völter, Daniel. In; Württembergische Kirchengeschichte Online; Sander: Völter, württembergische Familie. In: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 40 (1896). S. 404–407 (beides abgerufen am 20. Januar 2026).
Leben und Wirken Völter studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine beiden theologischen Dienstprüfungen legte er 1836 und 1842 ab. Von 1843 bis 1849 war er zunächst im Pfarrdienst der Evangelischen Landeskirche in Württemberg tätig, vor allem in Riederich. Im Jahre 1849 trat er als Lehrer in den Schuldienst ein und zwar in Esslingen am Neckar. Hier unterrichtete er Geographie, Geschichte und deutsche Sprache. Er erhielt den Titel eines Gymnasialprofessors und unterrichtete außerdem am Schullehrerseminar in Esslingen.
Völter veröffentlichte mehrere geographische Lehrbücher, Atlanten und Wandkarten, vornehmlich für den Schulgebrauch. Er war der Bruder des Pfarrers Johann Ludwig Völter und der Vater des Theologen Daniel Völter. Der Schriftsteller Philipp Jakob Völter war sein Großonkel.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Deutschland, die Natur seines Landes, seine Bewohner und seine Staaten. Zwei Bände. Reutlingen 1840/1844. Geognostische Wandcharte von Deutschland und den angrenzenden Ländern. Dannheimer, Esslingen 1842 (Volltext). Erläuterungen zu der geognostischen Wand-Charte von Deutschland. Dannheimer, Esslingen 1842 (Volltext). Elementargeographie für humanistische und realistische Lehranstalten. Dannheimer, Esslingen 1847 (Volltext), 2. Aufl. u.d.T.: Grundriß der Geographie. Weychardt, Esslingen 1859 (Volltext). Allgemeine Erdbeschreibung. Zwei Bände. 2. Aufl. Dannheimer, Esslingen 1848. Schul-Atlas in 24 Karten. Mit besonderer Berücksichtigung der physikalischen Geographie. Weychardt, Esslingen 1854. Das Kaiserthum Russland in Europa, Asien und Amerika. Eine geographisch-statistische Skizze; mit einer historisch-geographischen Karte des europäischen Russlands im Jahre 1854. Weychardt, Esslingen 1855 (Volltext). Hand-Atlas der Erd-, Völker- und Staatenkunde in 38 Karten. 4. Aufl. Weychardt, Esslingen 1856. Deutschland und die angrenzenden Länder. Eine orographisch-geognostische Skizze. 2. Aufl. Weyhardt, Esslingen 1857. Lehrbuch der Geographie. Zwei Bände. 2. Aufl. Weychardt, Esslingen 1865.
Literatur
Jürgen Espenhorst: Daniel Völter (1814–1865), Professor am Esslinger Lehrerseminar - der Vater des Atlas-Grüns? In: Esslinger Studien, Bd. 43 (2004), S. 125–140.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert) Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland) Kategorie:Geograph (19. Jahrhundert) Kategorie:Kartograf (Neuzeit) Kategorie:Evangelischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Evangelische Landeskirche in Württemberg) Kategorie:Person (Esslingen am Neckar) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1865 Kategorie:Mann