mini|200px|Patricio Zuquilanda (2017) Patricio Zuquilanda Duque (* 17. Dezember 1947 in Guayaquil, Provinz Guayas) ist ein ecuadorianischer Politiker der Partido Sociedad Patriótica (PSP), der unter anderem von 2003 bis 2005 Außenminister sowie Kandidat der PSP bei der Präsidentschaftswahl am 19. Februar 2017 war.

Leben Patricio Zuquilanda Duque, dessen Vater José Zuquilanda Held im Peruanisch-Ecuadorianischen Krieg 1941 war, absolvierte ein Studium der Rechts- und Sozialwissenschaften an der Universidad Central del Ecuador (UCE), an der eine Licenciado en Ciencias Públicas y Sociales sowie einen Doktor der Rechte (Doctor en Jurisprudencia) erwarb. Seine Laufbahn im öffentlichen Dienst begann er von 1974 bis 1975 als Generalkoordinator im Finanzministerium und war anschließend als Botschaftsrat an den Botschaften in den USA, Ägypten und Kolumbien tätig. Später fungierte er als stellvertretender Vertreter Ecuadors bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB). Er fungierte zwischen 1996 und 2003 als Botschafter in Südkorea sowie von 1998 bis 2003 auch als Botschafter in Singapur und war darüber hinaus als Botschafter in Thailand sowie in Malaysia akkreditiert.

Am 7. August 2003 wurde Zuquilanda als Nachfolger von Nina Pacari zum Außenminister (Ministro de Relaciones Exteriores) in die Regierung von Präsident Lucio Gutiérrez berufen und bekleidete dieses Amt bis zum 20. April 2005, woraufhin Antonio Parra Gil neuer Außenminister in der darauf folgenden Regierung von Präsident Alfredo Palacio wurde. Während seiner Amtszeit kam es zu Unregelmäßigkeiten bei der Ernennung politischer Beamter in den Auswärtigen Dienst. Außerdem gab es einen Skandal um den Verkauf eines steuerbefreiten Mercedes-Benz an das Ministerium 47 Tage nach dessen Einfuhr, obwohl das Gesetz eine vierjährige Wartezeit vorschreibt. Zuquilanda wies die Vorwürfe zurück. Nach der Absetzung von Präsident Gutiérrez wurde er vom Nationalkongress (Congreso Nacional) gerügt und beschuldigt, für die Versenkung von acht Schiffen durch die Vereinigten Staaten verantwortlich zu sein und den Plan Colombia unterstützt zu haben.Der Plan Colombia ist ein Programm der kolumbianischen Regierung, das die Armee legitimiert, für polizeiliche Zwecke aktiv zu werden. Offiziell ausgerichtet ist der Plan auf den sogenannten „Krieg gegen Drogen“. Der Plan wurde im September 1999 vom Präsidenten Kolumbiens, Andrés Pastrana, in englischer Sprache veröffentlicht, als „Plan für den Frieden, den Wohlstand und die Erneuerung des Staates“.

Patricio Zuquilanda war ferner zwischen 2007 und 2010 Ständiger Vertreter der Organisation Amerikanischer Staaten in Costa Rica und wurde 2013 Vizepräsident der Partei der Patriotische Gesellschaft 21. Januar (Partido Sociedad Patriótica). Bei der Präsidentschaftswahl am 19. Februar 2017 war er Präsidentschaftskandidat der PSP, belegte dabei nach Lenín Moreno von der Alianza PAÍS (3.716.343 Stimmen, 39,4 Prozent), Guillermo Lasso von der Creando Oportunidades–Partido SUMA (2.652.403 Stimmen, 28,1 Prozent), Cynthia Viteri von der Partido Social Cristiano (1.540.903 Stimmen, 16,3 Prozent), Paco Moncayo von der Acuerdo Nacional por el Cambio ID–UP–MUPP (634.033 Stimmen, 6,7 Prozent), Abdalá Bucaram, Jr. von der Fuerza Ecuador (455.187 Stimmen, 4,8 Prozent) und Iván Espinel Molina von der Movimiento Fuerza Compromiso Social (299.840 Stimmen, 3,2 Prozent) mit 72.679 Stimmen (0,8 Prozent) nur knapp vor Washington Pesántez von der Unión Ecuatoriana (71.107 Stimmen, 0,8 Stimmen) abgeschlagen den siebten Platz unter acht Kandidaten.

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