mini|hochkant|Wallace M. Beakley Wallace Morris Beakley (* 20. Januar 1903 in Vineland, New Jersey; † 16. Januar 1975 in Alexandria, Virginia) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet).

Leben Wallace Beakley war ein Sohn von Robert Elwood Beakley Sr. (1876–1942) und dessen Frau Hannah C. Garton (1879–1976). Im Jahr 1924 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum Marineflieger, die Naval Postgraduate School in Monterey in Kalifornien, das California Institute of Technology, das Army Industrial College, das National War College in Fort Lesley J. McNair, Washington, D.C. und das Naval War College in Newport, Rhode Island.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Er diente zunächst auf verschiedenen Kriegsschiffen und gehörte unterschiedlichen Flugeinheiten der Marine an. In den Jahren 1935 und 1936 war er auf dem Flugzeugträger USS Lexington stationiert. Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen, wozu auch eine Tätigkeit im Stab des United States Navy Bureau of Aeronautics gehörte, erhielt er im Juli 1941 das Kommando über die 5. Kampfstaffel (Fighting Squadron 5), die an Bord des Flugzeugträgers USS Yorktown stationiert war. Nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg wurde die 5. Kampfstaffel im Januar 1942 auf den Träger USS Wasp verlegt. Beakley kommandierte in der Folge alle Lufteinheiten auf diesem Flugzeugträger und war gleichzeitig dessen Erster Offizier. Dabei war er im Pazifik eingesetzt, wo er an verschiedenen Gefechten mit den Japanern teilnahm. Im September 1942 wurde die USS Wasp südlich von Guadalcanal vom japanischen U-Boot I-19 mit drei Torpedos schwer getroffen. Die daraufhin ausbrechenden Feuer waren unkontrollierbar, so dass das Schiff von der Mannschaft verlassen werden musste. 193 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Zwischen November 1942 und November 1943 gehörte Wallace Beakley zum Stab des Kommandeurs der Luftstreitkräfte der Pazifikflotte. Im weiteren Verlauf des Krieges wurde er zum Stab des Flottenoberkommandos in Washington versetzt, dem er bis zum August 1945 angehörte. Anschließend erhielt er das Kommando über den Träger USS Block Island (CVE-8), mit dem er zusammen mit anderen Schiffen in Taiwan über 1200 alliierte Soldaten aus Kriegsgefangenenlagern befreite. In den folgenden Jahren war er unter anderem für einige Zeit Stabsoffizier beim Chief of Naval Operations (CNO) und bei den Joint Chiefs of Staff. Zwischen dem 8. August 1949 und dem 1. Juli 1950 kommandierte Beakley den Flugzeugträger USS Midway.

Anschließend kehrte er zum Stab des CNO zurück, wo er in der Stabsabteilung für den Marineflugbetrieb tätig war. Daran schloss sich eine Versetzung zum Stab des Naval War Colleges an, dem er bis zum Juli 1953 angehörte. Zwischen Juli 1953 und Januar 1954 kommandierte er die Marinestreitkräfte im Nahen Osten (Commander Middle East Force). Danach erhielt er das Kommando über die zur U-Boot-Abwehr eingesetzten Einheiten der Atlantikflotte. Im Juli 1955 kehrte er ein weiteres Mal zum Stab des CNO zurück, wo er bis zum Januar 1957 der Stabsabteilung für strategische Planungen angehörte.

Am 28. Januar 1957 übernahm Wallace Beakley als Nachfolger von Stuart H. Ingersoll das Kommando über die in Japan stationierte Siebte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 30. September 1958, als er von Frederick N. Kivette abgelöst wurde. Zwischen November 1958 und September 1961 leitete er die Stabsabteilung für Flottenoperationen und Einsatzbereitschaft (Deputy Chief of Naval Operations, Fleet Operations and Readiness) beim CNO. Danach wurde er stellvertretender Kommandeur und Stabschef der Atlantikflotte. Diese Aufgaben erfüllte er bis zum August 1963. Zuletzt kommandierte er den Ersten Marinebezirk (First Naval District) und den Marinestandort Boston. Am 1. Januar 1964 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Er verbrachte seinen Lebensabend in Alexandra in Virginia und starb am 16. Januar 1975, einen Tag nach dem Tod seiner zweiten Frau Martha Gertrude McHenry (geb. 28. September 1907), an den Folgen von Schussverletzungen, die er sich offenbar in Selbstmordabsicht selbst zugefügt hatte. In erster Ehe war er seit 1925 mit Ruth Thelma Skelton Millett (1903–1963) verheiratet. Seine zweite Ehe war er im Jahr 1964 eingegangen. Er wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Wallace Beakley erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Navy Cross Legion of Merit Navy Distinguished Service Medal

Ferner ist er Namensgeber für den antarktischen Beakley-Gletscher.

Weblinks

Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 19. Januar 2026) Beakley in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 19. Januar 2026) Beakley beim Naval History and Heritage Command (zuletzt abgerufen am 19. Januar 2026)

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