Transport 8: Zukunft ist ein Science-Fiction-Roman des deutschen Schriftstellers Phillip P. Peterson, der am 31. Oktober 2025 mithilfe der Self-Publishing-Plattform Books on Demand (BoD) veröffentlicht wurde. Der Roman beschreibt eine durch ein außerirdisches Transporternetzwerk in der Milchstraße ermöglichte Zeitreise in die Zukunft, in welcher die Erde vernichtet wurde. Phillip P. Peterson selbst beschreibt die Transport-Reihe als „schnell geschriebene Action-Romane“.
Handlung Bei einem geheimen Projekt auf der Mondbasis Omega wird die Technologie der außerirdischen Transporter für Zeitreisen nutzbar gemacht. Ein mikroskopisch kleiner und mit einem Transporter auf dem Mond über ein Wurmloch verbundener Transporter wird an Bord eines reiskorngroßen Raumschiffes auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und bei einem Swing-by nur wenige Zentimeter über dem Ereignishorizont eines Schwarzen Loches durch Zeitdilatation fünf Jahre in die Zukunft geschickt. Nach der Landung und dem Wachstum auf dem Mond kommt es jedoch nicht zum erwarteten Empfang durch eine Delegation zukünftiger Menschen. Lediglich ein einziger Astronaut der Zukunft nähert sich und reist durch den Transporter zurück.
Russell ist nach einer langen Weltreise auf der Erde gerade auf einer Wanderung auf den Kilimandscharo, welcher für ihn mit vierundsiebzig Jahren wohl der letzte Höhepunkt seines Lebens ist. Unerwartet wird Russell jedoch kurz vor dem Gipfel mittels Hubschrauber von seinem Sohn Jim abgeholt und erfährt, selbst der Besucher aus der Zukunft zu sein. Sein zukünftiges Ebenbild, zur Unterscheidung auch Russell Zwei oder kurz Zwei genannt, wird zunächst mit persönlichen Fragen und einem Gentest überprüft. Zwei berichtet von der Zerstörung der Erde durch außerirdische Invasoren aus der Andromedagalaxie nach Entdeckung eines ringförmigen Transporters auf dem Mond Erebus, nur knapp fünfzig Meter von dessen Transporter entfernt. Cyborgs überfielen dabei durch Transporter die Erde. Russell führt darüber hinaus auch einige persönliche Gespräche mit Zwei über die vielen unerwarteten Wendungen ihres Lebens, etwa den Tod seiner Ehefrau Elise. Da Zwei den Kilimandscharo damals ohne Unterbrechung bestieg und sich die Zeit daher aufspaltete, philosophieren beide über die daraus resultierenden und womöglich unendlich vielen Paralleluniversen.
Russell fordert die Soldatin Candice „Candy“ Honey und die Ärztin Megan Payne aufgrund ihrer Mithilfe in früheren Missionen von der Erde an und reist anschließend mit Jim zur zukünftigen Erde und erkundet diese in Washington, D.C. Bei der Invasion wurde die Temperatur der Atmosphäre durch massive Freisetzung von Kohlenstoffdioxid ähnlich wie bei der Venus massiv angehoben, wodurch die Sicht extrem schlecht ist. Zudem ist Metall ungewöhnlich schnell verrostet und alles ist mit einer klebrigen Substanz überzogen. Bei einer weiteren Mission mit Candy in die Nähe einer Stelle mit ungewöhnlicher Temperatur wird ein Rechenzentrum mit Quantencomputern gefunden, welche scheinbar die Menschen digitalisiert haben. Aufgrund des No-Cloning-Theorems, gemäß dem Quanteninformation nicht kopiert werden kann, wurden ihre physischen Körper dabei zerstört. Zwei weitere Missionen zu Erebus bleiben erfolglos, da die erste lediglich die Informationen von Zwei bestätigt und die zweite zur Zerstörung des Ringes durch eine Atombombe fehlschlägt, als diese sich als Blindgänger herausstellt. Darüber hinaus ist die Regierung der Vereinigten Staaten nicht von einer zukünftigen Auslöschung überzeugt und unternimmt daher wenig. Zwei stellt jedoch ein Schutzprogramm vor den Außerirdischen für die Transporter zur Verfügung.
Zurück auf der Mondbasis Alpha findet Megan heraus, dass mitgebrachte Proben eines während der Invasion getöteten Cyborgs von einem Kriminellen stammen und erklärt Russell ihren Testprozess mit Telomeren. Dieser wundert sich inzwischen über zu viele Ungereimtheiten, etwa woher die Außerirdischen vor der Invasion an dessen Genom kamen, weshalb Megan einen weiteren Test der Telomere von Zwei durchführen soll. Es stellt sich heraus, dass Zwei ebenfalls ein geklonter Cyborg ist. Russell konfrontiert diesen mit den Erkenntnissen, dass sein Schutzprogramm und die nicht detonierte Atombombe lediglich Manipulationen waren. Inzwischen ist es Jim jedoch gelungen, Erebus mit einer neuen Technologie zur Umwandlung der Transporter in winzige Schwarze Löcher zu vernichten. Zwei enthüllt, dass es die außerirdischen Erbauer des Ringes auf Erebus längst nicht mehr gibt. Tatsächlich wurde die Invasion alleine von den Cyborgs durchgeführt. Diese beginnen nun durch den Transporter in die Vergangenheit vorzudringen, doch können von Russell in der Mondbasis Alpha und von Jim durch Abwurf einer Atombombe auf die Mondbasis Omega aufgehalten werden. Zwei wird dabei durch zerberstende Lungenbläschen während eines Druckabfalls tödlich verletzt und enthüllt, dass die Cyborgs aus einem Paralleluniversum stammen. Ihr kollektives Bewusstsein entstammt dem der digitalisierten Menschen in der Zukunft und die Invasion der Vergangenheit sollte darüber hinaus der Sicherstellung von mehr Paralleluniversen dienen, welche sich in jedem Moment durch unsere Entscheidungen abspalten. Russell teilt zufrieden mit, dass dieser Plan gescheitert sei. Zwei meint jedoch mit seinen letzten Worten nur, dass sie sich sicher wiedersehen würden. In einem unendlichen Universum geschehe schließlich alles unendlich oft.
Hintergrund Phillip P. Peterson unternahm im Jahr 2009 selbst eine mehrtägige Wanderung auf den Kilimandscharo. Phillip P. Peterson schrieb am 26. November 2024, dass die Handlung der serieninternen Trilogie von Transport 8 bis 10 stehen würde. Er schrieb weiter am 9. Mai 2025, im April mit der Arbeit am Roman angefangen zu haben und nun bereits zwei Drittel fertiggestellt zu haben. Am 4. Juni 2025 wurde der Roman fertiggestellt. Transport 10 wurde während des Schreibprozesses eingestellt, da sich einige Handlungselemente wiederholten.
Kritik Janko schrieb im Totentanz-Magazin, dass die Konzepte des Roman „alle[s] sehr theoretisch, beinahe nerdig und durchaus abstrakt“ seien. Wer sich jedoch dafür „interessiert, dürfte mit den Ausführungen des fachlich versierten Erzählers gut zurechtkommen“. Zwar kann der Roman „als Standalone gelesen werden“, jedoch sind „gewisse Vorkenntnisse [....] aber sicherlich von Vorteil“. Es seien zwar die „interessanten Ideen und Fragestellungen [....] sicherlich nicht neu, aber stark und spannungsvoll integriert“. Durch den Fokus darauf fehlt dem Roman „allerdings ein bisschen die Seele. Die Akteure bleiben emotions- und farblos“, „worunter die ohnehin nur rudimentär angerissene Handlung der spannenden Ideen leidet“. Dies sei allerdings „alles Meckern auf höchstem Niveau“.
Weblinks Website von Phillip P. Peterson
Einzelnachweise
Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Deutschland) Kategorie:Science-Fiction-Literatur