mini|hochkant|Wappen der Schmeling im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schmeling (auch Schmelinc, Smelinc, Schmelink o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Die Familie ist zu unterscheiden von dem nicht stammverwandten pommerschen Adelsgeschlecht Schmeling, von dem heute noch Nachkommen im Mannesstamm leben.

Geschichte Das Geschlecht hatte laut Anton Fahne seinen Stammsitz zu Nosthusen bei Haus Schafhausen in der Grafschaft Mark.Spießen (1901–1903), S. 114.Fahne (1858), S. 356.

Theodericus dictus Smelinc famulus erscheint urkundlich 1339. Es folgten 1340 die Brüder Johann, Evert und Diederich Schmelingk sowie 1344 Johann Schmelink, der von Graf Dietrich III. von Limburg mit dem Hof zu Mundloe im Kirchspiel Flierich (Vlirik) belehnt wurde. Die Brüder Johann und Diederich Smelink besiegelten 1419 die märkische Pfandschaft und 1426 die märkische Landesvereinigung. Ihr Vater hieß Hermann und wohnte zu Nosthausen. Ihre Schwester Kunne war mit Goddert von Velmede vermählt. Ferner hatten sie einen Bruder Evert Schmeling. Die Brüder lebten noch 1429. Danach erscheinen 1430 der Knappe Diederich Schmeling, 1437 Johann Schmeling, 1454–1458 Dirk Schmeling (1467 bereits †), welcher der Vikarie zu Lünern Land schenkte, sowie 1461–1477 Diederich Schmeling, Johanns Sohn, und Heilburg, seine Ehefrau. 1520 bekam Heinrich Schmeling vom Bruder seiner Mutter, die eine Tochter des Johann von der Heiden genannt Boenscheid war, das Lehen Overbeck geschenkt.

Die Familie kam noch 1596 vor.

Wappen Blasonierung: Von Silber über Rot geteilt, oben zwei rote Lilien nebeneinander. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein offener silberner Flug, jeder Flügel mit einer roten Lilie belegt.

Es besteht eine Wappenverwandtschaft mit den benachbarten Herren von Wickede, die wiederum Johann Dietrich von Steinen für stammesverwandt mit den ebenfalls in Wickede ansässigen wappenähnlichen Bogmann (auch: Bocgemann, Boggemann, Bockmann, Bodgemann o. ä.) hält.Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern, 2ter Teil. Meyer, Lemgo 1755, S. 759 ff. (Google Bücher). Zu den von Wickede siehe auch: Anton Fahne: Die Herren und Freiherren v. Hövel nebst Genealogie der Familien, aus denen sie ihre Frauen genommen haben, 1. Band, II. Abteilung, 1860, S. 202–206 (hhu.de).Fahne (1858), S. 345. Zu den von Bogmann siehe ebenda, S. 65 und zu den von Herbern/Herborn ebenda, S. 213. Auch die münsterländischen von Herbern aus Herbern (Ascheberg) und die Rycbrachting führten ein ähnliches Wappen.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 356 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 114 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 283 (hhu.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht