mini|hochkant|Wappen der Schluck von Niederhoven im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schluck von Niederhoven (auch Schluch, Slug, Schluck genannt Niederhoven, nur Niederhoven o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht gehörte ursprünglich zu den Dynasten und hatte spätestens ab 1242 seinen beinamengebenden, zur Grafschaft Mark gehörenden Stammsitz auf Gut Niederhofen im heutigen Dortmunder Stadtteil Wellinghofen.Fahne (1853), S. 131.

Die Familie erscheint erstmals mit Everhardus Sluck, nobilis im Jahr 1188. 1298 bescheinigten die Brüder Johann und Gotfried Schluck, Mönche zu Altenberg, dass der Graf von Berg die Renten, welche sie aus Hückeswagen bezogen, einlösen konnte. 1355 quittierten die Brüder Slug dem Grafen von Berg Renten, ebenso Godfrid Slugk 1357–1359 aus der Burg Beyenburg. In der Grafschaft Mark war die Familie bereits im 15. Jahrhundert ausgestorben. Niederhofen besaß die Familie bis 1479, Hattingen bis 1458 und Wellinghoven urkundlich von 1242 bis 1315.Ledebur (1856), S. 381.

Spätestens ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hatte die Familie aber ein Lehen im Herzogtum Jülich, das aus Hoisten (Hofsteden) samt drei Hufen bestand. Damit wurden belehnt: 1478 Johann Schluch von Nederhoven, 1512 dessen Sohn Johann, 1563 die Brüder Johann und Wilhelm Schluck von Niederhoven, 1565 Johann allein, 1586–1596 dessen Sohn Gothard.

Für den Ausgang des Geschlechts wird folgende Stammfolge berichtet:Fahne (1848), S. 301.Schleicher (1997), S. 227.

Die Familie erlosch bald nach 1620.Spießen (1901–1903), S. 113.

Wappen Blasonierung: In Gold ein oben und unten gezinntes rotes Andreaskreuz. Auf dem Helm mit rot-goldenen Helmdecken drei rote Straußenfedern.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Band 1, Köln 1848, S. 301 (hhu.de); Band 2, Heberle, Köln 1853, S. 131 (hhu.de). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 226 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 381 (digitale-sammlungen.de). Herbert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 14 (Mappe 1071–1350; Schellart von Dudeldorf–Spatgen) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Nr. 93), Köln 1997, S. 225–228. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 113 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 283 (hhu.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht