mini|Leuchtanzeige „2 Züge“ und Rasselwecker (unten) Fü2L/60 ist eine Bahnübergangsbauform der Deutschen Bundesbahn, die 1960 zugelassen, 1961 offiziell eingeführt und 1982 letztmals gebaut wurde. Es handelt sich um eine Variante der Bauform Fü60, welche für unbeschrankte Bahnübergänge an ländlichen Wegen ohne allgemeinen Kraftwagenverkehr mit zweigleisigen Strecken entwickelt wurde. Auffälligstes Merkmal dieser Anlagen ist die zusätzliche gelbe Leuchtschrift „2 Züge“ unter dem roten Blinklicht, welche eingeschaltet wird, wenn auf einen Zug unmittelbar ein weiterer folgt und der Bahnübergang dabei eingeschaltet bleibt.
Funktion Anlagen dieser Bauform werden vom Zug automatisch über einen Gleiskontakt ausgelöst. Passiert ein Zug den Einschaltkontakt, so werden die roten Blinklichter aktiviert.
Wird die Anlage nun von einem zweiten Zug aus der Gegenrichtung aktiviert, bevor der erste Zug den Bahnübergang vollständig geräumt hat, erscheint zusätzlich die gelbe Anzeige „2 Züge“, welche von einem akustischen Warnsignal in Form eines Rasselweckers begleitet wird. mini|Schalthaus einer Anlage des Typs Fü2L/60.
Einsatz Eingesetzt wurde Anlagen des Typs Fü 2L/60 ausschließlich an unbeschrankten, mehrgleisigen Bahnübergängen, bei denen einfache Blinklichtanlagen nicht ausreichten. Seit der Einführung neuer, zeitgemäßer Anlagenbauformen um 2000 wurde diese Bauform jedoch bereits weitgehend außer Betrieb genommen.
Stand 2026 existieren nur noch zwei von einst zahlreichen Anlagen dieser Bauform, welche sich beide in Hungen in der Wetterau befinden. Die Leuchtschrift kommt bei diesen beiden Anlagen allerdings nicht mehr zum Einsatz, da eines der beiden Gleise schon seit einigen Jahren nicht mehr befahren wird. mini|Eine der beiden letzten verbleibenden Anlagen der Bauform Fü2L/60 in Hungen mit aktivierter Leuchtschrift. Einzelnachweise
Kategorie:Bahnübergang Kategorie:Deutsche Bundesbahn