Orgelbau Hofbauer ist ein deutsches Orgelbauunternehmen.
Geschichte Die Firma wurde 1923 durch Carl Hofbauer sen. in Mindelheim gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb von ihm nach Göttingen verlegt. Anfang der 1950er erkrankte Carl Hofbauer sen. Daher trat sein Sohn Carl Heinz Hofbauer (1927–2000) in die Firma ein. Nach der Lehr- und Gesellenzeit im väterlichen Betrieb legte er 1955 die Meisterprüfung erfolgreich ab und war mit 28 Jahren damals der jüngste Orgelbaumeister Deutschlands.Orgelbau Hofbauer auf www.organindex.de, abgerufen am 16. Januar 2026
1974 übernahm er das Unternehmen. Er entwickelte ab etwa 1970 ein Serieninstrument, eine Kleinorgel, welche unter dem Namen „Hofbauer Varia“ bzw. „Streichert“ im Baukastenprinzip als Bausatz vertrieben wurde. Diese Instrumente konnten auch von handwerklich begabten Laien im Selbstbau spielbar gemacht werden oder nach den finanziellen Mitteln variabel auch vervollständigt oder erweitert werden. Einige Orgeln dieser Art wurden auch für Kirchen erworben oder gelangten als ehemalige Hausorgeln in Kirchenbesitz.
Daneben baute er klassische Drehorgeln und andere mechanische Instrumente und entwickelte elektronische Steuerungen dafür. Der Betrieb für den Drehorgelbau wurde nach dem Tod von Carl Heinz Hofbauer zunächst unter der Leitung von Edeltraud Hofbauer, ab 2020 von Uwe Böning weitergeführt.
Werke (Auswahl) In der fünften Spalte bezeichnet die römische Zahl die Anzahl der Manuale, ein großes „P“ ein selbstständiges Pedal. Die arabische Zahl gibt die Anzahl der klingenden Register an. Die letzte Spalte bietet Angaben zum Erhaltungszustand und zu Besonderheiten sowie Links mit weiterführender Information. Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen1975CulmitzEv. Gemeindezentrumzentriert|160x160pxI/p4 aufgestellt durch Günter Ismayr → Orgel 1970er Jahre München-Freimann Kapelle im BRK-Seniorenheim Kieferngarten zentriert|160x160px I/p 51978 Fröttmaning Heilig Kreuz zentriert|160x160px I 21980er JahreBerlin-ReinickendorfSt. Marienzentriert|160x160pxII/P13Emporenorgel1979GießenWichernkirchezentriert|160x160pxII/P12nach Profanierung 2024 in Kapelle von St. Thomas Morus1981Lachen-SpeyerdorfDiakonissenhaus (Kapelle)zentriert|160x160pxI/P5 2007 in die Alte Winzinger Kirche in übertragenum 1981Königsbach an der WeinstraßeProtestantischer Gemeindesaalzentriert|160x160pxI/p3 1982Darmstadt-KranichsteinSt. Jakobuszentriert|160x160pxII/P111982Haag in OberbayernMariä Himmelfahrtzentriert|160x160pxII5(Chororgel)1984Wien-OttakringKirche Maria Namenzentriert|160x160pxII/P71988ButtendorfSt. Ägidiuszentriert|160x160pxI51989Düsseldorf-GerresheimSt. Katharina (Kapelle)zentriert|160x160pxI/p5→ Orgel1999EtterzhausenSt. Michaelzentriert|160x160pxII/P15
Weblinks Internetauftritt der Firma Orgelbau Hofbauer auf Organ index Vorführung einer Hofbauer-Kirchenorgel auf YouTube Klangeindruck einer Hofbauer 37er Drehorgel auf YouTube
Einzelnachweise
Kategorie:Orgelbauunternehmen (Deutschland) Kategorie:Unternehmen (Mindelheim) Kategorie:Unternehmen (Göttingen) Kategorie:Unternehmensgründung 1923