Für Pteropus woodfordi, siehe Zwergflughund.
mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet vor Abspaltung des Borneo-Zwergflughundes als eigenständige Art Der Gewöhnliche Zwergflughund oder Graue Zwergflughund (Aethalops alecto) ist ein in Südostasien verbreitetes Fledertier in der Familie der Flughunde. Bis in die 1990er Jahre wurde der Borneo-Zwergflughund (Aethalops aequalis) als Unterart zu dieser Art gezählt. Das Typusexemplar stammt vom Berg Indrapura im Nordwesten Sumatras.
Unterarten und Verbreitung Es werden drei Unterarten unterschieden. A. a. alecto, im Westen von Sumatra und auf der südlichen Malaiischen Halbinsel. A. a. boeadii, auf Bali und Lombok. A. a. ocypete, auf Java.
Merkmale Wie aus dem Namen erkennbar, ist der schwanzlose Gewöhnliche Zwergflughund mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 63 bis 75 mm, mit 43 bis 48 mm langen Unterarmen und mit einem Gewicht von 17 bis 22,5 g ein sehr kleiner Flughund. Es sind 9 bis 14 mm lange Hinterfüße und Ohren von 9 bis 15 mm Länge vorhanden. Typisch für den Kopf ist die verlängerte nackte Schnauze mit schwarzer Haut und kurzen rohrförmigen Nasenöffnungen. Weitere Kennzeichen sind recht große Augen mit schwarzbrauner Regenbogenhaut und abgerundete Ohren. Diese sind bis auf eine hellere Kante schwarz. Andere Bereiche des Kopfes sind mit kurzem graubraunem Fell bedeckt. Auf dem Rücken wird das Fell länger und wolliger. Aufgrund des fehlenden Schwanzes ist die Schwanzflughaut sehr schmal. Sie trägt wie die Schienbeine dichtes Fell. Im Bereich der Drüsen an den Schultern ist gelbbraunes Fell vorhanden und auf der Kehle kommen nur wenige Haare vor. Daran schließt sich auf Brust und Bauch graues Fell an. Der Gewöhnliche Zwergflughund hat an jedem Fuß einen winzigen Fersensporn (Calcar). Die Flügel haben eine schwarze Farbe. Im Gebiss ist ein Prämolar dreieckig und so groß wie der Eckzahn derselben Zahnreihe.
Lebensweise Dieser Flughund lebt in Gebirgen zwischen 1000 und 2700 Meter Höhe. Er hält sich in tropischen Bergwäldern auf und am Ruheplatz schlafen meist 2 bis 3 Tiere zusammen. Die Nahrungssuche erfolgt jedoch selbstständig. Die Art frisst Früchte und aufgrund der kleinen Zähne werden auch Blüten als Nahrung angenommen. Trächtige Weibchen mit einem Embryo sind aus Malaysia und von Lombok aus den Monaten Februar bis Juni bekannt. Untersuchungen haben gezeigt, dass es zwischen den Populationen nur geringe genetische Unterschiede gibt. Deswegen wird angenommen, dass die Tiere die Meeresbereiche zwischen den Inseln öfter überfliegen.
Gefährdung Regional wirkt sich die Umwandlung der Wälder in Ackerland negativ aus. Wegen der Erderwärmung könnten einige Wälder trockener werden und dann ungeeignet sein. Der Populationsrückgang wurde im Jahr 2016 als gering eingeschätzt. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).
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Einzelnachweise
Kategorie:Flughunde