Ludwig Adolf Friedrich von Winterfeld, zuweilen Ludwig Adolph von Winterfeld, (geb. 11. September 1765 in Groß Spiegelberg; gest. 6. Mai 1842 in Wallbruch) war ein preußischer Capitain und Landrat.

Herkunft Ludwig Adolf Friedrich von Winterfeld war ein Sohn des Ernst Friedrich von Winterfeld (1733–1795), Erbherr auf Groß Spiegelberg, uckermärkischer Ritterschaftsdirektor und Landrat des Stolpirischen Kreises. Seine Mutter war Luise Elisabeth Tugendreich (1739–1809), Tochter des uckermärkischen Landrats und Landesdirektors Carl Erdmann von Stotz (1703–1752).Siehe Literatur: Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1112. Seine ältere Schwester Marie Luise Amalie (1763–1831) war mit dem preußischen General Otto von Zieten (1747–1817) verheiratet.

Leben L. A. von Winterfeld wurde anfänglich bis zum Alter von 14 Jahren im Elternhaus unterrichtet. Da er ein Studium, wie es sein Vater im Herbst 1778 noch von ihm wünschte, abgelehnt hatte, trat er stattdessen am 1. Januar 1780 als jüngster Fahnenjunker in das Dragoner-Regiment von Lottum ein. Nach seiner Beförderung zum Fähnrich am 16. November 1783 kam er 1786 bei der Abholung der Remonte in Podolien zum Einsatz. Im darauf folgenden Jahr wurde er zum Leutnant befördert und machte als solcher einen Feldzug in Holland sowie 1790/91 Märsche nach Schlesien und Pommern mit. Weitere Feldzüge führten ihn 1792/95 nach Frankreich und an den Rhein. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1795 fiel ihm im darauf folgenden Jahr nach einer Erbteilung das Gut Groß Spiegelberg zu.

Am 24. August 1798 wurde er auf seinen Wunsch hin mit dem Charakter eines Capitains vom Militär verabschiedet. Nachdem er 1799 von den Ständen zum Kreisdeputierten gewählt worden war, war er seither als Gemeinheitseilungs-Kommissar tätig. Im Herbst 1804 wurde er von den Ständen zum Landrat des Stolpirischen Kreises und damit zum Nachfolger von Jacob Heinrich von Arnim-Suckow (1754–1804) gewählt. Nachdem er das Rigorosum am 27. April 1805 bestanden hatte, wurde er am 4. Mai 1805 als Landrat des Stolpirischen Kreises bestallt. Als der Kreis 1816 aufgelöst wurde, wechselte er in gleicher Funktion im Jahr 1817 als erster Landrat in den neu gebildeten Landkreis Prenzlau. Dort übte er sein Amt bis zum Jahr 1837 aus, ihm im Amt folgte Carl von Stülpnagel (1788–1875).

Ludwig Adolf von Winterfeld war Ritter des Johanniterordens.

Auszeichnungen 60px Ritter des Roten Adlerordens 2. Klasse links|60pxEisernes Kreuz am weißen Bande

Familie Ludwig Adolf Friedrich von Winterfeld war seit dem 29. Juli 1790 in Alt Klücken mit Wilhelmine Friederike (1769–1837), geb. von Waldow, verheiratet. Ludwig Gustav von Winterfeld-Damerow: Geschichte des Geschlechts von Winterfeld. Band 2, Buchdruckerei F. W. Kalbersberg-Prenzlau/Damerow 1863, S. 881–890. Die Kinder aus dieser Ehe waren: Friedrich Wilhelm Ludwig (1791–1806), preußischer Fähnrich Wilhelmine (* 1795) Louise Henriette Charlotte Sophie (1797–1847) Ernst Heinrich Adolph (* 1798), Forstmeister Hans August Friedrich (1806–1867), preußischer Fähnrich u. Sekonde-Lieutant

Unter den Enkelkindern wurde der Kammerherr Schriftsteller Adolf von Winterfeld (1824–1889) bekannt.

Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1112. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1906. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha 1905, S. 856-857.

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Einzelnachweise

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