Toni Mackeben (* 17. März 1900 als Toni Elsa NeftLt. Heiratsurkunde des Standesamts Charlottenburg I vom 1. Juli 1925, Nr. 403. in Berlin; † ca. 1990) war eine deutsche Schauspielagentin.

Leben und Wirken Ihr Vater war Heinrich Neft (1868–1944), der Leiter der Berliner Volksbühne. Im Juli 1925 heiratete sie den Komponisten Theo Mackeben (1897–1953). Aus dieser Ehe, die 1950 geschieden wurde, ging der Sohn Manfred Mackeben (1940–2026) hervor.Mackeben, Theo. In: Neue Deutsche Biographie. Bd. 15. 1987. S. 619–620. Online-Version abgerufen am 12. Januar 2026.

Toni Neft war seit der Spielzeit 1921/22 als Stenotypistin und Sekretärin an Berliner Theatern tätig.Toni Neft. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1922. 33. Jahrgang. Berlin 1922. Seite 819. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn leitete Toni Mackeben das Direktions-Sekretariat der Volksbühne.Toni Neft. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1925. 36. Jahrgang. Berlin 1925. Seite 213.Toni Mackeben. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1927. 38. Jahrgang. Berlin 1927. Seite 249, 728 und 744.Boleslaw Barlog: Theater lebenslänglich. Universitas, München 1981. S. 49. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie als Verwaltungs-Direktorin und Stellvertreterin des Intendanten Viktor de Kowa an der Tribüne, damals „Tribüne am Knie“, tätig, die sie im Juni 1945 gemeinsam mit de Kowa als erstes Nachkriegstheater im damals zerstörten Berlin eröffnet hatte.Torsten Körner: Götz George. Mit dem Leben gespielt. Biografie. Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2008. Seite 118. ISBN 978-3-50215-029-9.Toni Mackeben. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1945/48. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 56. Jg., Berlin 1948, S. 113 und S. 358 (Register).Toni Mackeben. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1950. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 58. Jg., Berlin 1950, S. 99 und S. 450 (Register).

Nach der Scheidung von Theo Mackeben machte sie sich noch im selben Jahr in West-Berlin als Schauspielagentin selbständig. Jahrzehntelang vertrat Toni Mackeben bekannte Schauspieler wie Götz George, Horst Buchholz oder Volker Lechtenbrink. In den Biografien mehrerer Künstler wird sie beschrieben; für den Liedermacher Klaus Hoffmann verkörperte sie alles, was er mit dem alten Berlin der 1930er Jahre in Verbindung brachte: „elegant, gebildet und mit einem großen Einfühlungsvermögen“.Klaus Hoffmann: Als wenn es gar nichts wär. Aus meinem Leben. Ullstein, Berlin 2012. Mit Horst Buchholz und dem Filmproduzenten Wenzel Lüdecke war Mackeben freundschaftlich verbunden.

Die Schauspielagentur wird seit Toni Mackebens Tod von ihrer ehemaligen Assistentin Ute Nicolai weitergeführt.Agentur Ute Nicolai, vormals Agentur Mackeben. Impressum. Abgerufen am 19. Januar 2026

Vermittelte Schauspieler Zu den Schauspielerinnen und Schauspielern, die Toni Mackeben vermittelte, gehören:

Horst BuchholzMyriam Bru, Christopher Buchholz, Beatrice Buchholz: Horst Buchholz. Sein Leben in Bildern. Henschel, Berlin 2003. S. 191. Viktor de Kowa Berta Drews Götz GeorgeTorsten Körner: Götz George. Mit dem Leben gespielt. Scherz, Frankfurt am Main 2008. S. 117–118. Stefan Gossler Walter Gross Brigitte Grothum Martin Held Klaus Hoffmann Horst JansonHorst Janson: Der 85-jährige, der morgens aufstand und immer noch jung war. List/Ullstein, Berlin 2020. Hilde Krahl Volker Lechtenbrink Ulli LommelUlli Lommel: Zärtlichkeit der Wölfe. Autobiografie. Belleville Verlag, München 2009, Seite 140. ISBN 978-3-93351-054-9. Herta StaalHerbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 707. Georg ThomallaTheater, alles Theater. Wie Schauspieler vermittelt werden. In: Die Zeit. Nr. 38/1987. 11. September 1987. Cordula Trantow Alice Treff Grethe WeiserVolker Lechtenbrink: Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf! Mein Leben, Hoffmann und Campe, Hamburg 2010.

Literatur Karl Strute und Theodor Doelken (Hrsg.): Who’s Who in the Arts and Literature, Bd. 2: Applied Arts and Music. 3. Auflage, Zürich 1982, S. 410, ISBN 978-3 92122-053-5.

Einzelnachweise

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