Aich (lat. aquis) war der Name zweier alter Kölner Geschlechter.
Das ältere Geschlecht ist bekannt für die Buchdrucker Arnt und Johann von Aich; das jüngere Geschlecht stellte einen Bürgermeister von Köln und Ratsherren. Letzteres wurde von Kaiser Maximilian I. in den erblichen Adelsstand erhoben.
Die älteren Aich mini|hochkant|Stammwappen der älteren von Aich bei Anton Fahne
Geschichte Erstmals wurden sie 1210 im Schrein Brigiden mit Everhard aquensis und Heilwigis erwähnt; ihr Stammsitz war das Haus Aich in der Pfarre Laurenz. In den nächsten Jahren erschienen folgende Erwähnungen des Geschlechts: Schrein Laurenz: 1230–1235 Schrein Riderich: 1239 Schrein Martini: 1252; 1283; 1488; 1489 Schrein Airsbach: 1491–1497; 1563
Des Weiteren sind diese Abkömmlinge des Geschlechts bekannt, dessen Verwandtschaft weitgehend nicht ermittelt werden konnte: Everhard aquensis ⚭ Heilwigis (1210 – 1227) Heinricus de aquis (1230) Rennard de aquis (1276) N. N. Nicolaus de aquis (1335) Heinricus (1335) Eichelstein (1342) Tilmanus (1360) Tilmanus de aquis (1360) Heinricus de aquis, als Besitzer des Hauses Aich erwähnt ⚭ Bela (1361) Carl von Aichen (?) (1404) Arnt von Aich (* 15./16. Jahrhundert in Aachen (?); † vor dem 28. Juni 1530), Kölner Buchdrucker und Besitzer der Lupuspresse, Besitzer eines Hauses in der Schildergasse, ⚭ Ytgin Grutter Cäcilie von Aich ⚭ Lorenz von der Mühlen, Buchdrucker Johann von Aich (Johannes Aquensis) († um 1553), Kölner Buchdrucker und Besitzer der Lupuspresse drei weitere Kinder
Ein Heinrich von Aich druckte 1574–1577. Er hatte seine Wohnung vor dem St. Mariengarten-Kloster.
Wappen Blasonierung des Redenden Wappens: Ein rechtsgewandter Adler (lat. aquilae). Die Tingierung ist unbekannt.
Die jüngeren Aich mini|hochkant|Stammwappen der jüngeren von Aich bei Anton Fahne (nachkoloriert) Geschichte Die Stammreihe der jüngeren Aich (auch Aach) beginnt im 15. Jahrhundert mit Johann von Aich, der Odilia Munten heiratete. Deren Sohn Johann von Aich wurde von Kaiser Maximilian I. geadelt. Letzterer Johann war von 1515 bis 1516 zusammen mit Gotthard Kannengießer Bürgermeister von Köln. Johann heiratete Beilgen von Reidt; sie hatten zusammen sechs Kinder. Davon standen Johann von Aich, Ratsherr zu Köln, und Dr. Gerhard von Aich, Reichshofrat, besonders heraus.
Stammliste mini|hochkant|Johann von Aich (1510–1549) mini|hochkant|Margarethe von Aich, geb. von Rinck (1517–1570)
Wappen Blasonierung: Geteilt, oben in Rot drei schwarze Merlen, unten in Silber drei blaue Pfähle.Schleicher (1983), S. 31.
Anton Fahne gibt abweichend an, dass der Schild oben blau und unten die Pfähle grün seien.Fahne (1848), S. 3.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 3 f. (hhu.de). Herbert M. Schleicher: Die genealogisch-heraldische Sammlung des Kanonikus Joh. Gabriel von der Ketten in Köln, Band 1 (A–D), Köln 1983, S. 30–32.
Weblinks Bartholomäus Bruyn d. Ä. (1493-1555). Johannes-Altar(?): Johann von Aich, Bürgermeister von Köln, mit zwei Söhnen Rückseite: Hl. Johannes Ev., um 1520 auf pinakothek.de. Bartholomäus Bruyn d. Ä. (1493-1555). Johannes-Altar(?): Sibylla von Aich, geb. Reidt, mit vier Töchtern Rückseite: Hl. Agnes, um 1520 auf pinakothek.de.
Einzelnachweise
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