mini|alt=Zin Mar Aung, Porträt einer asiatischen Frau mit ergrautem Pagenschnitt und Brille 2025.|Zin Mar Aung 2025. Zin Mar Aung (; geb. 14. Juni 1976, Rangoon, Myanmar) ist eine birmanische Politikerin, Aktivistin und ehemalige politische Gefangene. Sie war Außenministerin der Nationalen Einheitsregierung von Myanmar. Zuvor war sie von 2016 bis zu ihrer Absetzung im Zuge des Staatsstreichs in Myanmar 2021 Abgeordnete des Wahlkreises Yankin Township im Repräsentantenhaus.
Leben Jugend und Ausbildung Zin Mar Aung wurde am 14. Juni 1976 in Rangoon, Myanmar, geboren. Sie erwarb einen Abschluss in Botanik an der University of Distance Education, Yangon (အဝေးသင် တက္ကသိုလ်, ရန်ကုန်).
Politische Karriere Zin Mar Aung engagierte sich während ihres Studiums in den 1990er Jahren in der Opposition gegen die Militärregierung Myanmars. 1998 wurde sie bei einer friedlichen Protestkundgebung verhaftet, weil sie ein Gedicht und eine Erklärung verlas, in der sie die Militärregierung aufforderte, die Wahlergebnisse zu respektieren. Sie wurde inhaftiert und vor einem Militärgericht verurteilt, das ihr den Zugang zu einem Anwalt verweigerte. Zin Mar Aung wurde zu 28 Jahren Haft verurteilt. Elf Jahre davon verbrachte sie als politische Gefangene, fast neun Jahre davon in Einzelhaft. 2009 wurde sie überraschend freigelassen und nahm ihre zivilgesellschaftlichen Aktivitäten wieder auf. Sie gründete eine Forschungsgruppe für kulturelle Auswirkungen, um die Idee der Vereinbarkeit von asiatischer Kultur und Demokratie zu verbreiten, sowie eine Selbsthilfeorganisation für ehemalige politische Gefangene und die Yangon School of Political Science.
mini|Die ehemalige First Lady Michelle Obama, Zin Mar Aung und Hillary Clinton bei der Verleihung der International Women of Courage Awards 2012. Zin Mar Aung hat mehrere zivilgesellschaftliche Gruppen gegründet, die sich mit demokratischer Entwicklung, der Stärkung der Rolle der Frau, ethnischer Toleranz und der Unterstützung ehemaliger politischer Gefangener befassen. Die Gruppe „Rainfall“ fördert die stärkere Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben, und die Yangon School of Political Science vermittelt jungen Burmesen Wissen über Politik und Demokratie. 2012 leitete sie eine Organisation, die das Bewusstsein für die Probleme ethnischer Minderheiten in Konfliktgebieten schärfen sollte. Damals wurde sie von der US-Außenministerin Hillary Clinton mit dem jährlichen „International Women of Courage Award“ ausgezeichnet. Seit 2013 arbeitet sie mit der International Foundation for Electoral Systems im Rahmen des Global Women’s Leadership Fund an der politischen Stärkung von Frauen.
Bei den Parlamentswahlen in Myanmar 2015 kandidierte sie im Wahlkreis Yankin Township für das Repräsentantenhaus und gewann einen Sitz mit 27.392 Stimmen.
Bei den Wahlen 2020 wurde die Abgeordnete für den Wahlkreis Yankin wiedergewählt, durfte aber aufgrund des Militärputsches 2021 ihr Amt nicht antreten.
Am 15. Februar 2021, nach dem Staatsstreich in Myanmar 2021, wurde sie Mitglied des Komitees, welches das Pyidaungsu Hluttaw vertritt (ပြည်ထောင်စုလွှတ်တော် ကိုယ်စားပြုကော်မတီ).
Am 2. März 2021 ernannte sie dieses Komitee zur amtierenden Außenministerin im Kabinett.
Weblinks Facebook Zin Mar Aung Zin Mar Aung Freedom Collection interview. freedomcollection.org. Archivlink
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