For Better or for Worse ist ein 1993 veröffentlichter US-amerikanischer Dokumentarfilm von David Collier.

Handlung In For Better or for Worse interviewt Filmemacher David Collier fünf Paare, die mehr als 50 Jahre verheiratet sind. Diese erzählen Geschichten aus ihren gemeinsam verbrachten Jahrzehnten, das Geheimnis einer glücklichen Ehe und die Dynamik von Partnerschaft und Altern.

Dan und Sophie Trupin, 60 Jahre verheiratet, haben sich beim Bridge-Spielen kennengelernt. Das Paar erzählt von ihrem zufriedenstellenden Eheleben, aber auch von Streitereien, die manchmal so laut werden, dass sie die Nachbarn stören.

Paul und Inez Jones haben sich vor 57 Jahren in einem Nachtclub kennengelernt, wo sie als Sängerin und er als Musiker aufgetreten sind. Paul erzählt, wie er sich auf den ersten Blick in Inez verliebt hat. Der tragische Verlust zweier Söhne hat ihre Ehe gestärkt und beide enger zusammen gebracht.

Chet und Vi Loucks, seit 67 Jahren verheiratet, äußern lang gehegte Unzufriedenheiten: Während Chet sich beklagt, dass seine Frau Sex nie zu genießen schien und sich nur darauf einließ, um ihn glücklich zu machen, erklärt Vi, dass Frauen Sex einfach nicht so sehr wie Männer mögen.

Das schwule Paar Bruhs Maro und Gean Harwood ist bereits seit 60 Jahren zusammen, hat jedoch seine Beziehung die längste Zeit geheim gehalten. Als sie sich schließlich in den 1980er Jahren outeten, wurden sie als Grand Marshals bei der Gay Pride Parade in New York geehrt und laut Gean als das „älteste schwule Paar Amerikas“ gefeiert.

Howard und Cecil Waite, seit 58 Jahren verheiratet, gestehen, dass sie völlig naiv waren, als sie sich kennenlernten. Dies führte zu Cecils Schwangerschaft und einer spontanen Hochzeit nach einem romantischen Ausflug in die Hollywood Hills.

Kontrastiert werden die fröhlichen Erinnerungen mit der Erkenntnis, dass den Paaren nur noch eine kurze gemeinsame Zeit bleibt. Bei Bruhs Maro wurde Alzheimer diagnostiziert und viele der Paare sind krank oder gebrechlich. Der Verlust des Partners ist eine beängstigende Aussicht für sie alle.

Hintergrund und Kritik Der Film wurde 1993 veröffentlicht, zu einem Zeitpunkt, zu dem die Scheidungen in den USA zunahmen – die Befragung langjährig verheirateter Paare dient somit als Gegensatz zu einer damals aktuellen Entwicklung.

Hoyt Hilsman kritisierte in der Variety, dass der Film zwar berührend sei, jedoch oberflächlich bliebe. Collier widmet sich ausführlich der Trauer der Personen, die sich mit dem zeitnahen Tod ihres Partners auseinandersetzen müssen, sowie der Nostalgie der Paare beim Rückblick auf die gemeinsame Zeit, hoffnungsvollere Facetten ihres Lebens werden jedoch ausgespart. Hilsman führt zudem an, dass viele der Interviewten unsympathisch wirkten, was erstaunlich sei, da für den Film mehr als 200 Personen interviewt wurden. Neben der Partnerschaft erfahre man zudem quasi nichts über die Leben der Personen.

Bei der Oscarverleihung 1994 war For Better or for Worse in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.

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Einzelnachweise

Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Filmtitel 1993