mini|400px|Regelmäßig aktualisierte Darstellung des Verlaufs der russischen Invasion in der Ukraine

Diese Chronik stellt eine Übersicht zur Chronologie des russischen Überfalls auf die Ukraine für das Jahr 2026 dar.

Januar 2026 1. Januar Beim Angriff in der Silvesternacht mit über 200 Drohnen nahm Russland laut ukrainischen Behörden vor allem die Energieinfrastruktur ins Visier.Hunderte Drohnen in Silvester-Nacht: Russland setzt Krieg gegen Ukraine fort. Euronews, 1. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026.

2. Januar mini|Zerstörung in Charkiw nach russischem Angriff, 2. Januar 2026 Russland beschoss die ukrainische Stadt Charkiw, getroffen wurde laut ukrainischen Angaben ein Wohngebiet. Der Regionalgouverneur sprach von mindestens 19 Verletzten, der Charkiwer Bürgermeister sogar von 30.Verletzte bei russischem Angriff auf Wohngebiet. tagesschau.de, 2. Januar 2026.

In der Nacht auf den 2. Januar war die Erdölraffinerie in der russischen Stadt Samara etwa 850 Kilometer südöstlich von Moskau das Ziel ukrainischer Angriffe. Das Institute for the Study of War verwies auf ein Video, das einen Brand der Anlage zeigte.Lisa Weegner: Raffinerien, Depots, Chemiewerke – Drohnen feuern tief ins russische Hinterland. merkur.de, 8. Januar 2026.

3. Januar Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj tauschte zum Jahresbeginn seinen Verteidigungsminister aus. Auf seinen Wunsch hin wurde das Amt vom bisherigen Digitalminister Mychajlo Fedorow übernommen. Die ukrainischen Behörden ordneten an, mehrere tausend Kinder und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Oblasten Saporischschja und Dnipropetrowsk zu evakuieren.Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 1 im Rückblick. BR24, abgerufen am 9. Januar 2026.

In der Nacht auf den 3. Januar griff die Ukraine nach eigenen Angaben die Afipski-Raffinerie in der südrussischen Region Krasnodar an sowie die Raffinerie in Jaroslawl, etwa 250 km nordöstlich von Moskau.

6. Januar 27 Staats- und Regierungschefs verhandelten in Paris über gemeinsame Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Diese sollten laut einem Entwurf rechtlich verbindlich sein.USA und Europa wollen Sicherheitszusagen für Ukraine konkretisieren. Die Zeit, 6. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026.

Die Ukraine griff in der Nacht zum 6. Januar eine Chemiefabrik in Dorogobusch in der Oblast Smolensk an.

8. Januar Die Verluste der russischen Armee (Getötete und Verwundete) in der Ukraine lagen nach offiziellen ukrainischen Angaben vom 24. Februar 2022 bis zum 8. Januar 2026 bei rund 1.215.900 Soldaten. Innerhalb eines Tages wurden 990 weitere Besatzer getötet oder kampfunfähig.Verluste russischer Armee. Ukrinform, 8. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026.

Russland griff die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen an. Dabei gab es mehrere Tote. Bei einem Angriff auf Ziele in der Westukraine verwendete das russische Militär die neue Mittelstreckenrakete „Oreschnik“. Russland traf damit nach eigenen Angaben das Staatliche Flugzeugreparaturwerk Lwiw. Das Werk nahe der polnischen Grenze sei bei dem Angriff außer Betrieb gesetzt worden.

Eingesetzt wurden daneben laut dem ukrainischen Militär 242 Drohnen und 35 Raketen und Marschflugkörper.Russland greift Ukraine an – auch mit „Oreschnik“-Rakete. Tagesschau, 9. Januar 2026, abgerufen am 9. Januar 2026. Das Gebäude der Botschaft von Katar wurde bei den Angriffen auf Kiew beschädigt.

9. Januar Durch diese erneuten massiven russischen Luftangriffe auf Kiew waren 6000 Wohnblocks ohne funktionierende Heizung. Nach Angaben des Energieministeriums der Ukraine hatten etwa 500.000 Haushalte in und um Kiew keinen Strom. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von den bisher schlimmsten Schäden an der Infrastruktur in Kiew. Er riet den Einwohnern, die Stadt vorübergehend zu verlassen, wenn sie anderswo eine geheizte Unterkunft finden, in der die Stromversorgung noch funktioniert.

10. Januar Großbritannien stellte 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) zur Vorbereitung eines Einsatzes britischer Truppen in der Ukraine im Falle einer Waffenruhe bereit.Newsticker. BR24, abgerufen am 10. Januar 2026.

11. Januar Bei einem nächtlichen Drohnenangriff der Ukraine auf Woronesch in Russland wurde eine Frau getötet und etwa ein Dutzend Wohngebäude beschädigt.

Bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen in der Ukraine wurden mindestens vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt.

Das ukrainische Militär meldete Treffer an drei Bohrinseln des russischen Erdölkonzerns Lukoil im Kaspischen Meer. Es handle sich um die Anlagen Wladimir Filanowski, Juri Kortschagin und Waleri Graifer.Chronik. BR24, abgerufen am 13. Januar 2026.

Mit dem 11. Januar 2026 dauerte der russische Überfall auf die Ukraine bereits genauso lang wie der Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Während die Rote Armee in dieser Zeit um 3000 Kilometer vorrückte, hatte Russlands Armee in der Ukraine nur 80 Kilometer Gebietsgewinn (von Donezk bis Pokrowsk) zu verzeichnen.

13. Januar Der Rüstungskonzern Rheinmetall gab bekannt, ab Anfang 2026 fünf Schützenpanzer des Typs Lynx KF41 an die Ukraine zu liefern.

Die Ukraine vergab die Rechte für den Abbau eines der größten Lithiumvorkommens der Ukraine am Standort Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA.

14. Januar In der Nacht kam es erneut zu Luftangriffen der russischen Streitkräfte auf die Ukraine. In der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih trafen dabei Drohnen nach Angaben der örtlichen Behörden Infrastrukturziele, was zu Notabschaltungen der Energieversorgung führte. Laut Oleksandr Wilkul, dem Leiter der Militärverwaltung der Stadt, waren rund 45.000 Menschen zeitweise ohne Strom. Zudem kam es zu Einschränkungen der Wärme- und Wasserversorgung. Die Wasserversorgung wurde über Notstromgeneratoren aufrechterhalten, wodurch der Wasserdruck reduziert war.

15. Januar Russische Luftangriffe lösten in der Nacht erneut umfangreiche Stromausfälle in den Oblasten Charkiw und Schytomyr aus. Zudem wurden Drohnenangriffe aus Lwiw und Kiew sowie aus frontnahen Orten wie Slowjansk und Kramatorsk gemeldet.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk wies Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurück, in denen dieser den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als Hindernis für ein Friedensabkommen bezeichnet hatte. Tatsächlich habe nicht Selenskyj, sondern Russland den von den Vereinigten Staaten ausgearbeiteten Friedensvorschlag abgelehnt, erklärte Tusk auf der Internet-Plattform X. Die einzige Antwort Russlands seien weitere Raketenangriffe auf ukrainische Städte gewesen.Russland-Ukraine-Krieg im Newsticker vom 12. bis 18. Januar. BR24, abgerufen am 15. Januar 2026.

16. Januar Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wollte mit einer „nationalen Petition“ die Unterstützung der Bevölkerung für seine Ablehnung von EU-Hilfen für die Ukraine mobilisieren. Der Opposition warf er vor, pro-ukrainisch zu sein. Hintergrund waren die für April angesetzten Parlamenrtswahlen in Ungarn.

In Moskau fand eine erste Vorverhandlung zu einer Klage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear wegen der in Europa eingefrorenen russischen Vermögen statt.

Angesichts der russischen Luftangriffe auf das ukrainische Energiesystem wollte Tschechien der Ukraine in Kürze Kampfflugzeuge zur Drohnenabwehr zur Verfügung stellen. Russland griff nach Angaben des neuen ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal seit Beginn des Krieges jedes einzelne Kraftwerk des Landes an. Allein im vergangenen Jahr habe es 612 russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gegeben.

17. Januar Russische Truppen nahmen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaften Prywillja in der ukrainischen Oblast Donezk und Pryluky in der Oblast Saporischschja ein.

Russland traf bei einem nächtlichen Luftangriff erneut Anlagen zur Gasproduktion. Nach erneuten Angriffen fiel bei 56.000 Familien im Rajon Butscha der Strom aus.

18. Januar Bei neuen russischen Luftangriffen wurden in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet. Russland setzte erneut mehr als 200 Drohnen ein. Betroffen gewesen seien die Oblaste Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Laut Wolodymyr Selenskyj setzte Russland in der vergangenen Woche mehr als 1300 Angriffsdrohnen, 1050 Gleitbomben und 29 Raketen verschiedener Typen gegen die Ukraine ein.

In der russischen Kaukasusregion Nordossetien verletzte ein ukrainischer Drohnenangriff drei Menschen, 70 Menschen mussten evakuiert werden.

Ein ukrainischer Drohnenangriff verursachte Stromausfälle in den russisch besetzten Gebieten des Landes. Hunderttausende Menschen waren laut den örtlichen Behörden ohne Strom. In der Oblast Saporischschja seien Stromnetze beschädigt worden, was mehr als 200.000 Haushalte in knapp 400 Ortschaften betroffen habe, so der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewhen Balyzkyj.

20. Januar mini|Schutzsuchende Einwohner in einer Kiewer Metrostation Russland griff die Ukraine nach Angaben aus Kiew in der Nacht mit mehr als 300 Drohnen an. Zudem seien eine erhebliche Zahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper eingesetzt worden. In der Region um Kiew wurde ein Mann getötet. Zudem seien zwei Tankstellen beschädigt worden. In der Hauptstadt selbst fiel in Tausenden Gebäuden die Heizung aus. Davon seien fast 6000 mehrstöckige Wohnhäuser betroffen gewesen.Ticker 19.–25., BR24. Abgerufen am 20. Januar 2026.

Russland kommt die Grönlandkrise gelegen, in der die Vereinigten Staaten versuchen, Grönland zu annektieren, da diese die Aufmerksamkeit der EU-Staaten von dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ablenkt.

In der Ukraine verlor das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl der Internationalen Atomenergiebehörde zufolge nach Militäraktivitäten seine gesamte externe Stromversorgung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlug die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vor. Russland plante, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.

21. Januar Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands wurden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine – mit Ziel der Angriffe auf die Stadt Krywyj Rih – wurden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet.

In der Erdölraffinerie Afipsky in der südrussischen Region Krasnodar brach nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer aus. Zudem trafen ukrainische Drohnen weitere Städte in Südrussland, wo örtlichen Behörden zufolge insgesamt elf Menschen verletzt wurden.

Durch die Grönlandkrise rückten die zuletzt von den Beteiligten noch als weit fortgeschritten bezeichneten Gespräche zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten über ein mögliches Kriegsende in der Aufmerksamkeit der Medien in den Hintergrund. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass er das Prinzip der territorialen Integrität respektiere und sich wünsche, dass Trump Europa zuhören würde. Darin lag auch die Sorge vor einem Bruch zwischen den USA und Europa. US-Präsident Donald Trump nannte den Krieg in der Ukraine in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Blutbad. „Und das ist, was ich beenden möchte“, betonte Trump. Er werde mit Russlands Präsident Wladimir Putin weiter beraten, noch am gleichen Tag könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. „Sie wissen nicht zu schätzen, was wir tun, ich spreche von der NATO, ich spreche von Europa. Es ist ihre Aufgabe, sich um die Ukraine zu kümmern, nicht unsere“, sagte Trump weiter. Die Vereinigten Staaten seien „sehr weit entfernt, ein großer und schöner Ozean trennt uns. Wir haben damit nichts zu tun“, erklärte der US-Präsident.