mini|Rosaura Ruiz Gutiérrez Rosaura Ruiz Gutiérrez (* 7. Juli 1950 in Mexiko-Stadt, Mexiko) ist eine mexikanische Biologin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) und war die erste Präsidentin der Mexikanischen Akademie der Wissenschaften. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Evolutionstheorie, die sie aus wissenschaftlicher, historischer und philosophischer Perspektive untersucht. Am 1. Januar 2025 wurde sie im Kabinett Sheinbaum Ministerin für Wissenschaft, Geisteswissenschaften, Technologie und Innovation (Secihti).

Leben und Werk Ruiz Gutiérrez studierte an der Fakultät für Naturwissenschaften der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM), wo sie in Biologie 1977 ihren Bachelor- und 1979 den Master-Abschluss erhielt und 1984 in Biologie promovierte. Anschließend forschte sie als Postdoktorandin bei Francisco J. Ayala an der University of California. Sie war Gastprofessorin an der University of California und an der Universität des Baskenlandes sowie Dozentin am Institut für Wissenschaftsgeschichte des CSIC in Spanien. Ihr Fachgebiet sind Evolutionstheorien aus wissenschaftlicher, technologischer und historischer Perspektive betrachtet.

1969 begann sie in der Fakultät für Naturwissenschaften der UNAM tätig zu werden. Sie wurde Professorin (Stufe C) an der Fakultät für Naturwissenschaften der UNAM und Tutorin in den Masterstudiengängen Biologie, Wissenschaftsphilosophie, Psychologie und Pädagogik an der UNAM. Von 2010 bis 2014 und von 2014 bis 2018 war sie zwei Amtszeiten lang Dekanin der Fakultät für Naturwissenschaften. Sie war von 2004 bis 2010 Sekretärin für institutionelle Entwicklung, von 2005 bis 2010 Exekutivsekretärin des Gemeinsamen Raums für Hochschulbildung in Mexiko, von 2000 bis 2004 Generaldirektorin für Graduiertenstudien an der UNAM und von 1989 bis 1991 Koordinatorin des Graduiertenprogramms in Biologie an der Fakultät für Naturwissenschaften und seit 1985 Mitglied des Nationalen Forschungssystems (SNI).

Sie ist Beraterin für IESALC-UNESCO für die Förderung der Hochschulbildung und der wissenschaftlich-technologischen Forschung in Lateinamerika und der Karibik, Koordinatorin des Gemeinsamen Raums für Hochschulbildung Mexikos und gehört dem Expertenkomitee der OEI an.

Sie ist Gründerin und Vorstandsmitglied des Internationalen Netzwerks für Geschichte der Biologie und Evolution (RIHBE), dem unter anderem Forscher des CSIC (Spanien), des Museums für Astronomie und verwandte Wissenschaften in Brasilien, der Universidad Andrés Bello in Chile, der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador, des Nationalen Rates für wissenschaftliche und technische Forschung in Argentinien, der Universität Salamanca (Spanien) und der Universität Modena und Reggio Emilia in Italien angehören. Sie hat mit dieser Arbeitsgruppe acht Bücher koordiniert, die aus den vom RIHBE organisierten Internationalen Kolloquien zum Darwinismus in Europa und Amerika hervorgegangen sind, sowie die Sammlung Darwinistische Bibliothek, die bisher 14 Bände umfasst.

Von 2008 bis 2009 war sie Präsidentin der Mexikanischen Akademie der Wissenschaften und Koordinatorin des Gemeinsamen Raums für Hochschulbildung in Mexiko.

Sie ist Autorin und Koautorin zahlreicher Publikationen. Sie produzierte verschiedene Wissenschaftskommunikationsprogramme, darunter die TVUNAM-Serie Rumbos y Argumentos mit über 80 Folgen. Sie wirkte an Radiosendungen mit und veröffentlichte seit Mai 2008 alle zwei Wochen einen Artikel im Wissenschaftsteil der Zeitung El Universal.

Ministerin 2018 schloss sie sich dem Team der damaligen Regierung von Claudia Sheinbaum in Mexiko-Stadt an und leitete das Sekretariat für Bildung, Wissenschaft, Technologie und Innovation (SECTEI), während Sheinbaum Regierungschefin der Hauptstadt war. In dieser Funktion förderte sie Maßnahmen wie die Gründung der Universität Rosario Castellanos und der Universität für Gesundheit, um die Hochschulbildung auszubauen. Sie stärkte außerdem das ECOs-Netzwerk, um Hochschulen und Forschungszentren besser zu vernetzen. Darüber hinaus setzte sie sich für die Förderung der Naturwissenschaften im Grund- und Sekundarschulbereich ein, implementierte Programme zur Geschlechtergerechtigkeit in den Naturwissenschaften und organisierte Veranstaltungen zur Wissenschaftskommunikation. 2024 wurde sie unter der Regierung von Claudia Sheinbaum zur neuen Ministerin für Wissenschaft, Geisteswissenschaften, Technologie und Innovation ernannt.

Auszeichnungen (Auswahl) 1993: die Stiftungsprofessur für Exzellenz für die Mitautorenschaft des Buches Die Methode in den Wissenschaften: Erkenntnistheorie und Darwinismus 2004: José-Antonio-Alzate-Preis für den besten populärwissenschaftlichen Artikel: Die Methode in den Wissenschaften: Erkenntnistheorie und Darwinismus 2023: ANUIES-Preis

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Einzelnachweise

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