Hannimari Jokinen (* in Helsinki, Finnland) ist eine international tätige bildende Künstlerin und Kuratorin. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind postcolonial studies und Erinnerungskulturen. Sie ist langjähriges Mitglied im Arbeitskreis Hamburg Postkolonial.
Leben und Wirken Jokinen studierte Angewandte Linguistik, Kunst, Kulturpädagogik und Kulturmanagement in Zürich und Hamburg. Seit den frühen 2000er Jahren arbeitet sie an künstlerischen und partizipativen Projekten u. a. im öffentlichen Raum, die sich mit Hamburgs Kolonialgeschichte, Migration und Globalisierung befassen. Hannimari Jokinen „Das Thema transatlantischer Menschenhandel ist in Hamburg weitgehend unerforscht.“, Interview: Anke Schwarzer, auf re-mapping.eu, abgerufen am 7. Februar 2026Spuren des transatlantischen Menschenhandels im Hamburger Stadtraum – Deutschland, auf dekoloniale.de, abgerufen am 7. Februar 2026Das lange Jahrhundert der Befreiung – Deutschland Island Dänemark US Virgin Islands, auf dekoloniale.de, abgerufen am 7. Februar 2026 Artist residencies auf historischen Spuren führten sie u. a. nach Island, Finnland, Lampedusa/Italien sowie Ost- und Westafrika; ihre künstlerischen Arbeiten wurden international gezeigt. Bis 2022 lehrte sie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) im Bereich postkoloniale Stadtraumforschung und künstlerische Interventionen. Sie arbeitet mit Fotografie, Video, Installationen und auf historischen und performativen Stadtrundgängen, die erinnerungskulturellen Zeichen im urbanen Raum nachspüren.Stadtrundgang Altona im transatlantischen Menschenhandel, abgerufen am 7. Februar 2026.
Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte Kunst und Post/kolonialität, Migration, Intersektionalität und Othering Erinnerungsorte, Kartierung von kolonialen Spuren, Dekolonisierung des Stadtraums Künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum Kuratorische Projekte u. a. „wandsbektransformance“ (2008), „AWAY IS A PLACE“ (2011), „ort_m [migration memory]“ (2016), „SANKOFA. Altona in der Karibik“ (2017), „SPEAKING BACK – Decolonizing Nordic Narratives“ (2024)
Veröffentlichungen Hannimari Jokinen, Flower Manase, Joachim Zeller (Hrsg.): Stand und Fall. Das Wissmann-Denkmal zwischen kolonialer Weihestätte und postkolonialer Dekonstruktion. Metropol, Berlin 2022, ISBN 978-3-86331-614-3. Hannimari Jokinen, Dieu-Thanh Hoang (Hrsg.): ort_m [migration memory]. Katalog zur Ausstellung 2016. Frappant Galerie Hamburg. Revolver Publishing, Berlin 2016, ISBN 978-3-95763-365-1. Hannimari Jokinen (Hrsg.): Schimmelmann > pp. Hamburg entfernt ein Kolonialdenkmal. Reader zur Veranstaltungsreihe im Hamburger Künstler*innenhaus FRISE, Hyperzine, Hamburg 2009, ISBN 978-3-938218-31-0. Hannimari Jokinen, Gordon Uhlmann (Hrsg.): wandsbektransformance. Die Gegenwart des Kolonialen. Kunst im öffentlichen Raum und Kunsthaus Hamburg. Dölling und Galitz, Hamburg 2008, ISBN 978-3-937904-67-2.
Weblinks Perlentaucher
Anmerkungen
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