Dietrich Albert (* 28. Oktober 1941 in Göttingen) ist ein deutscher Psychologe und Hochschullehrer.Albert, Dietrich. In: Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon. Bd. 3: 1933–1986. Springer, Heidelberg 2009, S. 76, ISBN 978-3-540-88834-5; Albert Dietrich. In: UNI GRAZ ONLINE / Forschungsportal (mit Veröffentlichungsliste u. a., abgerufen am 6. Januar 2026).
Leben und Wirken Dietrich Albert, Sohn von Ursula Albert, geborener Kayser, und des Veterinärs Herbert Albert, studierte von 1961 bis 1966 Psychologie an der Universität Göttingen und der Universität Wien. 1966 legte er in Göttingen die Prüfung zum Diplom-Psychologen ab und war dort bis 1968 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie tätig. Von 1968 bis 1975 arbeitete er als Assistent am Institut für Psychologie der Universität Marburg/L. Dort wurde er 1972 mit einer Arbeit Zur Theorie der reaktiven Hemmung zum Dr. rer. nat. promoviert und habilitierte er sich 1975 für das Fach Psychologie. Von 1976 bis 1993 war er als Wissenschaftlicher Rat bzw. Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Heidelberg tätig. Im Jahre 1993 übernahm er einen Ruf als Ordinarius für Psychologie an die Universität Graz. Von 2001 bis 2002 hatte er eine Gastprofessur an der Graduate School of Education in Hiroshima inne.
Er gehört zahlreichen fachwissenschaftlichen Institutionen an. Schwerpunkt seiner Forschungen ist vor allem die experimentelle Psychologie und die Wissenspsychologie.
Dietrich Albert heiratete in zweiter Ehe Angelika Haakshorst. Er hat einen Sohn aus erster Ehe.
Veröffentlichungen (Auswahl) Zur Theorie der reaktiven Hemmung (= Berichte aus dem Institut für Psychologie der Philipps-Universität in Marburg-Lahn, Bd. 34). Marburg/L. 1973 (= Dissertation Universität Marburg/L.). (Mitautor): Der Ablauf willkürlicher Bewegungen und seine Beeinflussung durch den Handlungserfolg (= Berichte aus dem Institut für Psychologie der Philipps-Universität in Marburg-Lahn, Bd. 39). Marburg/L. 1973. (mit Ulrich Schulz): Kritischer Text eines Modells zum Reproduzieren von Einheiten mehrerer Klassen durch Einbeziehung der Reproduktionszeiten. In: Lothar Tent (Hrsg.): Erkennen, Wollen, Handeln. Beiträge zur allgemeinen und angewandten Psychologie. Festschrift für Heinrich Düker zum 80. Geburtstag. Hogrefe, Göttingen 1981, S. 67–86, ISBN 3-8017-0164-6. (Hrsg. u. Mitautor): Knowledge structures. Springer, Heidelberg 1994, ISBN 3-540-57664-9. (Hrsg., mit Kurt-Hermann Stapf): Gedächtnis (= Enzyklopädie der Psychologie, Themenbereich C, Serie 2, Bd. 4). Hogrefe, Göttingen 1996, ISBN 3-8017-0526-9. (Hrsg., mit Horst Gundlach): Apparative Psychologie. Geschichtliche Entwicklung und gegenwärtige Bedeutung. Pabst, Lengerich u. a. 1997, ISBN 3-931660-61-3. (Hrsg. mit Josef Lukas und Mitautor): Knowledge Spaces: Theories, Empirical Research, Applications. Lawrence Erlbaum Associates, Mahwah, NJ 1999, ISBN 9780805827996. (Mitautor): Jean-Claude Falmagne u. a.: Knowledge spaces. Applications in education. Springer, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-35328-4.
Literatur Albert, Dietrich. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 10.
Einzelnachweise
Kategorie:Psychologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Psychologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann