Walter Druwe war ein deutscher kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus aus Elmshorn. Er gehörte zu den im Rahmen des sogenannten Offenborn-Prozesses und anderer verfolgten Antifaschisten im Kreis Pinneberg.
Leben Walter Druwe lebte in der Ollnstraße in Elmshorn und war vor 1933 politisch in der Arbeiterbewegung engagiert. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten setzte er seine politischen Aktivitäten illegal fort.
Widerstand und Verfolgung Nach dem Verbot der KPD beteiligte sich Druwe an konspirativen Treffen und der Verbreitung illegaler Schriften. Die Ollnstraße galt als ein Zentrum des organisierten Widerstands in Elmshorn.
Im Zuge umfangreicher Ermittlungen der Gestapo gegen antifaschistische Netzwerke im Kreis Pinneberg wurde Druwe verhaftet. Er gehörte zu den Angeklagten im Komplex der Offenborn-Verfahren, in deren Verlauf zahlreiche Widerstandskämpfer aus Elmshorn, Uetersen, Barmstedt und Umgebung zu Haftstrafen verurteilt wurden.
Bedeutung Walter Druwe steht exemplarisch für den organisierten kommunistischen Widerstand in Elmshorn und die systematische Verfolgung politischer Gegner durch die nationalsozialistische Justiz.
Literatur Herbert Diercks: Die Freiheit lebt! Widerstand und Verfolgung im Kreis Pinneberg 1933–1945. Hamburg 1983. Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein (AKENS): Dokumentationen zum Widerstand im Kreis Pinneberg.
Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus) Kategorie:KPD-Mitglied Kategorie:Person (Elmshorn) Kategorie:Geboren im 19. oder 20. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann