mini|Georgia Harrison Georgia Louise Harrison (* 12. Dezember 1994 in Redbridge) ist eine britische Fernsehpersönlichkeit und Aktivistin gegen Rachepornos, welche durch die Reality-Show Love Island Bekanntheit erlangte. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. Für ihre Aufklärungsarbeit zur Privatsphäre im Netz und Cyberkriminalität wurde sie 2025 in den Order of the British Empire aufgenommen.
Leben Harrison wurde durch ihre Teilnahme an der Reality-Show Love Island einem breiten Publikum bekannt. Nach der strafrechtlichen Verurteilung ihres Ex-Partners Stephen B. thematisierte sie das Thema Rachepornos im ITV-Dokumentarfilm Revenge Porn: Georgia vs Bear (2023). In einem Zivilverfahren sprach ihr der High Court im Juli 2023 die Rekordsumme von 207.900 £ Schadenersatz gegen B. zu. Im März 2024 ordnete das Gericht für B. überdies die Übertragung von 22.305 Pfund an illegalen Gewinnen an; daraus sollten 5.000 Pfund Entschädigung an Harrison gezahlt werden, nachdem B. bereits am 3. März 2023 zu 21 Monaten Haft verurteilt worden war.
Wirken Harrison setzt sich gegen bildbasierte Gewalt ein; die britische Regierung verwies in einer Mitteilung über neue Straftatbestände im Rahmen des Online Safety Act ausdrücklich auf ihren Fall und ihre Kampagne, etwa beim Verbot des Teilens nicht-einvernehmlicher Deepfakes. Im Jahr 2025 präsentierte sie auf ITVX die zweiteilige Dokureihe Georgia Harrison: Porn, Power, Profit, die Missbrauch durch Deepfakes, wirtschaftliche Anreize und Regulierung digitaler Sexualausbeutung beleuchtet. Ihre Erfahrungen und Forderungen veröffentlichte sie 2023 auch in ihrem Buch Taking Back My Power: Our Bodies. Our Consent., das bei Hachette erschien. Für ihr Engagement wurde sie 2023 in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen und 2025 in den Order of the British Empire aufgenommen.
Einzelnachweise
Kategorie:100 Women (BBC) Kategorie:Aktivist Kategorie:Member des Order of the British Empire Kategorie:Brite Kategorie:Engländer Kategorie:Geboren 1994 Kategorie:Frau