Die Romanwelt. Zeitschrift für die erzählende Literatur aller Völker war eine deutsche Literaturzeitschrift, die von 1894 bis 1900 erschien. Sie enthielt Romane und Erzählungen deutsch- und fremdsprachiger zeitgenössischer Autoren.

Geschichte Seit 1894 erschien Die Romanwelt im Verlag Cotta, in Stuttgart, im Zusammenhang mit deren Verlagsprogramm. Der verantwortliche Redakteur war Ernst Heilborn. 1896 übernahm der profilierte Literaturjournalist Otto Neumann-Hofer die Leitung, die seitdem im neuen Verlag der Romanwelt in Berlin herausgegeben wurde.Dietzel, Hügel, 1988, S. 1040, mit einigen Details Dort wurden auch einige Werke in Buchform herausgebracht.wie zum Beispiel Hans Land, Die zwei Erlöser, Verlag der Romanwelt, Berlin 1897 (Digitalisat); vorher in der Zeitschrift abgedruckt Seit 1897 war Felix Heinemann der Herausgeber. Die letzte Ausgabe war die Nummer 37 1900/1901 (die wahrscheinlich noch 1900 erschien). Die Zeitschrift erschien in Monatsheften und kostete 15 Mark im Jahr.Ruth Steinhaus, Die Schriftstellerin Emmi Lewald, Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2015, S. 186–187, mit Anm. 142, mit einigen Angaben Seit 1896 kostete eine Ausgabe 1,25 Mark.Die Romanwelt, 1896, 2, letzte Seite (Digitalisat)

Inhalt In der Romanwelt erschienen neue Romane und Erzählungen von zeitgenössischen deutschsprachigen und ausländischen Autoren mit moderner Profilierung, im Gegensatz zur traditionelleren Deutschen Roman-Zeitung. Die eingehenden Werke wurden von Lektoren überprüft, die vor ihrer Zustimmung meist noch einige Änderungen forderten. Die Schriftstellerin Emmi Lewald erhielt 1894 15 Mark Spaltenhonorar für eine Erzählung.Steinhaus, 2015, S. 187

Autoren Zu den Autoren gehörten damals bekannte Schriftsteller wie Marie von Ebner-Eschenbach, Hermann Sudermann, Rudyard Kipling, Fjodor Dostojewski, Friedrich Spielhagen, Emmi Lewald (alle 1894), Paul Heyse, Ludwig Fulda, Ernst Wildenbruch, Ernst von Wolzogen, Helene Böhlau, Bertha von Suttner und Lou Andreas-Salomé, sowie weniger bekannte wie Emmi Lewald (1894), Dora Duncker (um 1896), Alice Gurschner (Paul Althof), Annie Bock(-Neumann-Hofer), Ilse Frapan, Sophie von Adelung, Georg Engel, Hugo Landsberger (Hans Land), Wladimir Nemirowitsch-Dantschenko (alle 1897) und Käthe Schirmacher und Maria Krestowskaja (Krestowski) (1898).

Dem österreichischen Schriftsteller Arthur Schnitzler gelang es aber 1894 zweimal nicht, Erzählungen von sich dort aufnehmen zu lassen.Isabella Schwertner, Arthur Schnitzler. Blumen. Historisch-kritische Ausgabe, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2017, S. 25 (abweichende Seitenzählung), sie seien zu lyrisch und zu handlungsarm, gewünscht seien mehr erzählerische Werke 1898 wurde dann seine neue Erzählung Der Ehrentag abgedruckt.

Literatur Thomas Dietzel, Otto Hügel (Hrsg.): Deutsche literarische Zeitschriften 1880–1945. Ein Repertorium. Band 4. K. G. Saur, München 1988. S. 1040, Nr. 2540, mit detaillierten Informationen

Digitalisate Die Romanwelt, 1895, 2 (BSB) Die Romanwelt, 1896, 2 (BSB) Die Romanwelt, 1897, 2 (Google) Die Romanwelt, 1898, 1 (Google) Die Romanwelt, 1899, 1 (Google)

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Einzelnachweise

Kategorie:Ersterscheinen 1894 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1900 Kategorie:Literaturzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Deutschsprachige Monatszeitschrift ! Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Stuttgart) Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Berlin) Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)