Ximenia americana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ximenia in der Familie Olacaceae und der Ordnung Sandelholzartige (Santalales). Sie kommt in tropischen Regionen im mittleren bis nördlichen Süd- und in Mittelamerika, Florida, in großen Teilen Afrikas, Indien, im nordöstlichen Australien und in Ozeanien vor.Ximenia americana bei KEW.

Beschreibung mini|Junge Blüten Ximenia americana wächst als halbimmergrüner,Flora Malesiana. öfters dorniger Strauch oder kleiner Baum mit bis 6 (manchmal bis über 9) Meter HöheMichel Arbonnier: Trees, Shrubs and Lianas of West African Dry Zones.M. D. Dassanayake, W. D. Clayton: A Revised Handbook to the Flora of Ceylon. und herabhängenden Ästen.

Die wechselständigen oder büscheligen und kurz gestielten Laubblätter sind ganzrandig, kahl, lederig, eiförmig bis elliptisch oder manchmal verkehrt-eiförmig, die Blattspreite ist etwa 2–8 cm lang und 1–4 cm breit, die Spitze ist meist stumpf und oft eingebuchtet sowie teils feinstachelspitzig.

Die kleinen, zwittrigen, grün-weißlichen bis -gelblichen, gestielten und meist 4- bis 5-zähligen Blüten sind duftend, 5–10 mm lang und stehen meist in achselständigen, wenigblütigen Zymen, Dolden oder Trauben. Der becherförmige, gezähnte Kelch ist nur klein. Die ledrigen, klappigen, oberseits zurückgelegten, schmalen Petalen sind innen im unteren Teil langhaarig, bärtig. Es sind meist 8 bis 10 kurze, bespitzte Staubblätter mit länglichen Antheren ausgebildet. Der konische und kahle, vierkammerige Fruchtknoten ist oberständig mit kurzem Griffel und kleiner Narbe.

Die Früchte sind glänzende, bis zu 3 cm große, eiförmige bis ellipsoide oder rundliche, kahle Steinfrüchte. Während der Reife geht die Farbe von Grün über Gelb nach Rot über. die Frucht enthält einen Samen mit hohem Ölgehalt. Verbreitung und Standort mini|Früchte Ximenia americana ist in den Tropen weitverbreitet und kommt in im mittleren bis nördlichen Süd- und in Mittelamerika, Florida, im nördlicheren bis südlichen Afrika, Indien, im nordöstlichen Australien und in Teilen Ozeanien vor. Besonders verbreitet ist sie in Afrika und Brasilien.

Sie wächst an sehr unterschiedlichen Standorten wie halbtrockenem Buschland, trockenen und sandigen, offenen Wäldern, trockenen Hügelgebieten und Steinhängen, sowie in Gebüschen entlang von Küsten und Wasserläufen. Ximenia americana steht meist einzeln in offenen Habitaten wie Savannen oder entlang Küsten und Wasserläufen steht (zum Beispiel als Teil eines Galeriewalds). Die Pflanze verträgt Trockenheit, wächst auf mageren und trockenen Böden (Sand und Lehm) in Höhen bis etwa 2000 Meter.

Lebensweise Die Blüte erfolgt oft während der Trockenzeit, insgesamt sind Blüte und Fruchtwachstum aber ganzjährig möglich und nicht von klimatischen Bedingungen abhängig. Früchte werden etwa ab einem Alter von drei Jahren gebildet. Die Verbreitung erfolgt durch Tiere. Ximenia americana kann über die Wurzeln anderen Pflanzen Wasser und Nährstoffe entziehen aber auch anderweitig überleben, ist also fakultativ parasitisch.

Nutzung Viele Pflanzenteile werden genutzt. Das schwere Holz ist hart und beständig, es eignet sich für Werkzeugstiele.Useful Tropical Plants. Die Frucht wird gegessen, das Samenöl (Elozyöl, Ximeniaöl, Wildolivenöl)P. H. List, L. Hörhammer: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. 4. Auflage, Sechster Band, Chemikalien und Drogen Teil C: T–Z, Springer, 1979, S. 531.Wilhelm Halden, Adolf Grün: Analyse der Fette und Wachse. Zweiter Band, Springer, 1929, S. 216 f. eignet sich als Speiseöl. Das entzündungshemmend wirkende Samenöl wird außerdem in vielen Kosmetika und Haarpflegemitteln eingesetzt.

In der traditionellen Medizin werden Wurzeln, Rinde und Blätter gegen viele Krankheiten eingesetzt, unter anderem gegen Malaria, Masern, Entzündungen, als Antiparasitikum gegen Trypanosoma und als Anthelmintikum.

Inhaltsstoffe Die Früchte sind reich an Vitamin C, wobei der Gehalt mit der Reife etwas abnimmt. Die Samen enthalten das cytotoxische Protein Riproximin. Das Analyse von Samenöl aus Äthiopien ergab einen Anteil von etwa 84,3 % Elaidinsäure, 12,8 % Ximeninsäure, 1,2 % Palmitinsäure und 1,7 Stearinsäure.

Die Blätter enthalten das cyanogene Glycosid Sambunigrin, Gallussäure und Glucogallin. Weiterhin enthalten sie diverse Flavonoide, darunter Quercetin, Quercitrin sowie andere Glycoside des Quercetins.

Literatur C. G. G. J. van Steenis, W. J. J. O. de Wilde: Flora Malesiana. Series I, Volume 10, 1984, S. 5 f, 10 ff, online auf biodiversitylibrary.org. Michel Arbonnier: Trees, Shrubs and Lianas of West African Dry Zones. CIRAD, 2004, ISBN 978-2-7592-0674-2, S. 43, 46, 430, . M. D. Dassanayake, W. D. Clayton: A Revised Handbook to the Flora of Ceylon. Volume X, Balkema, 1996, ISBN 90-5410-268-3, S. 294 f, . J. Kuijt, B. Hansen: The Families and Genera of Vascular Plants. Volume XII: Flowering plants Eudicots, Springer, 2015, ISBN 978-3-319-09295-9, S. 188 f, .

Weblinks

Ximenia americana bei Useful Tropical Plants.

Einzelnachweise

Kategorie:Sandelholzartige Kategorie:Santalales Kategorie:Ölpflanze Kategorie:Exotisches Steinobst