mini|Sainte-Madeleine mini|Innenraum mini|Sainte-Madeleine, Fresko in der Apsis
Sainte-Madeleine ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude in der kanadischen Stadt Montreal im Arrondissement Outremont. Gewidmet ist sie der biblischen Nachfolgerin von Jesus, Maria Magdalena, die – gemäß der mittelalterlichen Legenda aurea – als Missionarin in Südfrankreich gewirkt habe.
Geschichte Die Pfarrei Sainte-Madeleine wurde 1908 auf Antrag der Anwohner der 1895 zur Stadt erhobenen Siedlung „jenseits des Mont Royal“ gegründet und von Erzbischof Paul Bruchési aus der Pfarrgemeinde von Saint-Viateur ausgegliedert. Im darauffolgenden Jahr wurde nach Plänen der Montrealer Architekten Louis-Zéphirin Gauthier (1842–1922) und Joseph-Égide-Césaire Daoust (1881–1946) eine erste Kapelle errichtet. Der heutige Kirchenbau wurde 1924 von den Architekten Donat-Arthur Gascon und Louis Parant begonnen und 1925 fertiggestellt. Nach einem Brand vom 13. August 1954 wurde der Bau restauriert und am 10. Juni 1959 durch Cardinal Paul-Émile Léger geweiht.
Architektur Sainte-Madeleine ist eine in neuromanischen Formen nach dem Vorbild romanischer Kirchenbauten in Frankreich errichtete Querhausbasilika mit vorgestelltem Einturm, der Kirchenraum ist entsprechend über kräftigen Säulen kreuzgratgewölbt.
Ausstattung Die 1931 durch den Montrealer Künstler Guido Nincheri (1885–1973) hergestellte und von ihm 1955 wiederhergestellte Ausmalung der Kirche wurde, den Purifizierungstendenzen des Zweiten Vaticanums folgend, wurde 1966 – mit Ausnahme der Darstellung Maria Magdalenas im Scheitel der Apsis – übermalt und erst ab 2019 schrittweise wieder freigelegt und restauriert. Von Nincheri stammen auch die Entwürfe der Glasfenster mit Szenen aus dem Leben Jesu und Darstellungen der vier Evangelisten.
Orgel Die Kirche erhielt 1925 ihre Orgel durch die Orgelbaufirma Casavant Frères.Angaben zur Orgel auf der Website musiqueorguequebec
I Positif expressif C–c41. Principal 8′2. Mélodie 8′3. Viole d’orchestre 8′4. Dulciane 8′5. Flûte douce 4′6. Clarinette 8′ Tremulant II Grand-Orgue C–c47. Montre 16′8. Montre 8′9. Flûte ouverte 8′10. Salcional 8′11. Prestant 4′12. Flûte harmonique 4′13. Doublette 4′14. Mixture III 15. Trompette 8′ III Récit expressif C–c416. Bourdon 16′17. Principal 8′18. Bourdon 8′19. Viole de Gambe 8′20. Voix céleste (ab c) 8′21. Flûte traverse 4′22. Violon 4′23. Octavin 2′21. Cornet III 24. Cor anglais 16′25. Trompette 8′26. Hautbois 8′27. Voix humaine 8′ Tremulant Pédale C–f128. Flûte ouverte 16′29. Bourdon 16′30. Flûte 8′31. Bourdon 8′32. Bombarde 16′
Koppeln: Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P Suboktavkoppeln: II/I, II/II Superoktavkoppeln: II/I, II/II Spielhilfen: Feste Kombinationen; Crescendowalze
Einzelnachweise
Literatur André Croteau, Les belles églises du Québec: Montréal. Saint-Laurent, Édition du trécarré, 1996. ISBN 2-89249-662-4
Weblinks
Website der Pfarrei Sainte-Madeleine-d’Outremont
Madeleine Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren Kategorie:National Historic Site of Canada in Québec Kategorie:Bauwerk des Historismus in Montreal Montreal, Madeleine Kategorie:Kirchengebäude in Nordamerika Montreal Kategorie:Disposition einer Orgel