mini|Notre-Dame-de-Grâce , Fassade mini|hochkant|Der Kirchturm von Notre-Dame-de-Grâce mini|Innenraum mini|Blick zur Orgel

Notre-Dame-de-Grâce (Unsere Frau der Gnade) ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in der kanadischen Stadt Montreal. Sie befindet sich im Arrondissement Côte-des-Neiges–Notre-Dame-de-Grâce auf der Westseite des Mont Royal. Von 1901 bis 1999 diente sie zugleich als Klosterkirche des Dominikanerordens.

Geschichte Der Baugrund für die Kirche wurde 1849 durch die Kongregation der Sulpizianer erworben und der Kirchenbau 1851 begonnen, die Einweihung erfolgte am 18. September 1853. Den Entwurf der Kirche lieferte der aus London gebürtige Architekt John Ostell. 1867 wurde die zugehörige Pfarrei durch Erzbischof Ignace Bourget gegründet und aus dem bisherigen Pfarrverband von Notre-Dame gelöst. 1927 wurde seitlich der Kirche durch Joseph-Omer Marchand ein Kirchenturm angebaut.

Architektur Die Kirche besitzt eine basilikale Querschnittfassade mit dorischer und ionischer Pilasterordnung, über dem Portal wurde 1953 die Bronzestatue der Thronenden Madonna mit stehendem Jesuskind von Émile Brunet eingefügt. Die Gebälkinschrift zeigt, mit Bezug auf das Patrozinium der Kirche, den sogenannten Englischen Gruß: AVE MARIA GRATIA PLENA DOMINUS TECUM. Der Innenraum ist als flachgedeckte dreischiffige Hallenkirche mit leicht erhöhtem Mittelschiff über einfachen Achteckpfeilern gestaltet.

Ausstattung Die Kirche erhielt 1927 ihre jetzige Farbverglasung. Von Guido Nincheri stammen die drei Chorfenster mit dem Thema der Verkündigung des Herrn, der Krönung Mariens und Mariä Aufnahme in den Himmel, von Guillaume-Ernest Pellus die zwölf Fenster des Marienlebens im Schiff.

Orgel mini|Hauptorgel Eine erste Orgel wurde 1898 durch ein neues Instrument ersetzt, an dessen Stelle 1915 die heutige Orgel als opus 630 der Orgelbaufirma Casavant Frères trat. Die 1959 als opus 2544 überarbeitete Orgel besitzt folgende Disposition:Angaben zur Orgel auf der Website musiqueorguequebec

I Positif expressif C–c41. Principal 8′2. Mélodie 8′3. Dulciane 8′4. Flûte douce 4′5. Rohr nazard ′6. Flageolet 2′7. Clarinette 8′ Tremulant II Grand Orgue C–c48. Montre 16′9. Montre 1 8′10. Montre 2 8′11. Grosse gambe 8′12. Salicional 8′13. Flûte double 8′14. Prestant 4′15. Flûte harmonique 4′16. Doublette 2′17. Mixture III ′18. Trompette 8′19. Clairon 4′ III Récit expressif C–c420. Bourdon 16′21. Principal 8′22. Clarabelle 8′23. Bourdon 8′24. Viole de gambe 8′25. Voix céleste 8′26. Violon 4′27. Flûte traversière 4′28. Octavin 2′29. Cornet III 30. Trompette 8′31. Hautbois 8′32. Voix humaine 8′ Tremulant Pédale C–g133. Flûte acoustique 32′34. Flûte ouverte 16′35. Violon 8′36. Bourdon 16′37. Bourdon doux 16′38. Flûte 8′39. Violoncelle 8′40. Bourdon 8′41. Bourdon 4′42. Bombarde 16′43. Trompette 8′44. Clairon 4′

Koppeln: Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P Suboktavkoppeln: II/I, II/II Superoktavkoppeln: II/I, II/II Spielhilfen: Feste Kombinationen; Crescendowalze

Literatur Michèle Benoît, Roger Gratton: Pignon sur rue, les quartiers de Montréal. Éditions Guérin, Montréal 1991, ISBN 2-7601-2494-0, S. 232.

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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