mini|Markt 11 und 12 Antonius Pestel (Bestel) (genaue Lebensdaten unbekannt) war Sekretär des herzoglichen Kanzlers Christian Brück.
Leben Pestel war Sohn des Plauener Ratsherrn Heinrich Pestel. Er selbst hatte im Vogtland ein Besitztum.Mitteilungen des Vereins für Vogtländische Geschichte und Altertumskunde zu Plauen i.V. Bd. 16/17, 1904, S. 16. Pestel war zudem Schwager von Gregor Brück. „Brück, Gregor“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 653–654 Errichtet wurde das als Pestelsches Haus bezeichnete Gebäude 1547/49 vom Renaissance-Baumeister Nikolaus Gromann für den Sekretär des herzoglichen Kanzlers Christian Brück namens Antonius Pestel. Es ist gewissermaßen die Fortsetzung des Cranachhauses, das ebenfalls von Gromann errichtet wurde.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.1.: Altstadt, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 441 f. Vollendet wurde der Bau als die Trennung der Geschäfte von Wolfgang Lauenstein von denen Pestels beseitigt wurde.Georg Mentz: Beiträge zur neueren Geschichte Thüringens, Bd. 1, S. 184. Pestel war in die Entstehung des Schmalkaldischen Bundes involviert.Ekkehard Fabian: Die Entstehung des Schmalkaldischen Bundes und seiner Verfassung. 1529–1531/33.. Brück, Philipp von Hessen und Jakob Sturm. Darstellung und Quellen. Mit archivalischen Beilagen und einer Brück-Bibliographie. Osiander in Kommission, Tübingen 1956 (Schriften zur Kirchen- und Rechtsgeschichte 1), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss.). Pestel war auch Sekretär von dem sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Großmütigen.Mitteilungen des Vereins für Vogtländische Geschichte und Altertumskunde zu Plauen i.V. Bd. 16/17, 1904, S. 10 f. Kurfürst Moritz von Sachsen machte 1553 angesichts seines Todes seinem Hofprediger Johannes Weiß gegenüber eine Beichte. Weiß war es wohl, der die Beichte aufgezeichnet hatte. Diesen Bericht überlieferte Pestel für dessen politische Feinde. Er hatte im Auftrag von Johann Friedrich d. Ä. nachgefragt, ob Moritz in seiner Beichte Johann Friedrich namentlich erwähnt hätte und ihm seinen Besitz zurückgegeben hätte.Johannes Herrmann: Moritz von Sachsen. Sax-Verlag, Beucha 2003, S. 239. ISBN 978-3-934544-47-5
Weblinks August Beck: Johann Friedrich der Mittlere, Herzog zu Sachsen. Böhlau, Weimar 1858, S. 107.
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Weimar) Kategorie:Geboren im 15. oder 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert Kategorie:Mann