Michelle Meister (geb. 1978) ist eine ehemalige deutsche Feldhockey-Schiedsrichterin und -Spielerin des Berliner Hockeyvereins Köpenicker Hockey-Union. Sie leitete 2018 als erste Frau ein Herrenspiel in der europäischen Euro Hockey League und wurde im selben Jahr FIH-Schiedsrichterin des Jahres.
Schiedsrichterkarriere
National Meister begann 2005, als Schiedsrichterin Spiele zu leiten. Bis dahin hatte sie bereits 20 Jahre aktiv Hockey gespielt. 2007 pfiff die Berlinerin ihr erstes Bundesligaspiel. Bis zu ihrem Karriereende 2025 kam Meister auf 403 nationale Einsätze, u. a. in 14 Hallen- und 13 Feld-DM-Endrunden.
International Auf Klubebene hatte Michelle Meister ihren ersten internationalen Einsatz bei der europäischen Hallenhockey-Clubmeisterschaft 2009 in Madrid.
Ihr Länderspieldebüt gab Meister im Februar 2010 bei der Hallen-EM der Damen. Aufgrund der guten Leistungen dort wurde sie von der FIH auf die Promising List befördert. Ein Jahr später wurde sie für die Feld-Europameisterschaft nominiert. Nach erfolgreichem Einsatz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft der Damen in Poznan (Poland) erhielt Meister die höchste Einstufung im Hallenhockey als „Indoor Grade 1 International Umpire“.
2013 rückte Meister endgültig in die Riege der besten Hockey-Schiedsrichterin vor, als der Hockey-Weltverband sie in das sogenannte FIH World Development Panel hochstufte und zeitgleich auf die Nominierungsliste für die Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele in Rio 2016 setzte.
2017 verlieh der Berliner Hockey-Verband seiner Schiedsrichterin die Goldene Ehrennadel nicht zuletzt für ihren Einsatz bei den Olympischen Spielen 2016.
2018 schrieb Meister das nächste Kapitel Hockey-Geschichte, als sie am 5. Oktober als erste Schiedsrichterinnen die EHL-Partie der Herren zwischen dem belorussischen HC Minsk und WKS Grunwald Poznan aus Polen leitete. Im gleichen Jahr erhielt Meister vom Hockey-Weltverband die Auszeichnung als Umpire of the Year 2018.
Bei ihrer zweiten Olympia-Teilnahme 2021 in Tokio leitete Michelle Meister mit dem Vorrundenspiel Spanien–China ihre 100. internationale Partie, was der FIH mit der Golden Whistle würdigte.
Am 9. Februar 2025 beendete Meister auch ihre internationale Karriere nach dem Bronze-Finale bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft in Kroatien.
Internationale Turnierteilnahmen (Quelle: )
Olympische Spiele (Damen) – 2016 (Rio, BRA), 2021 (Tokio, JPN) Olympia-Qualifikation (Damen, ab 2024 auch Herren) – 2019 (versch. Orte), 2024 (Valencia, ESP) Feldhockey-Weltmeisterschaft (Damen) – 2014 (Den Haag, NED), 2018 (London, GBR), 2022 (Terrassa, ESP und Amstelveen, NED) U21-Feldhockey-Weltmeisterschaft (Damen) – 2016 (Santiago, CHI) Hockey Pro League (Damen/Herren) – 2019, 2020/2021, 2021/2022, 2022/2023, 2023/2024, 2024/2025 (versch. Orte) Feldhockey-Europameisterschaft (Damen, ab 2023 auch Herren) – 2015 (London, GBR), 2017 (Amsterdam, NED), 2019 (Antwerpen, BEL), 2021 (Amsterdam, NED), 2023 (Mönchengladbach, GER) Champions Trophy (Damen) – 2012 (Rosaria, ARG) Hockey World League (Damen) – 2013 (London, GBR), 2015 (Rosario, ARG) Champions Challenge 1 (Damen) – 2012 (Dublin, IRL)
Hallenhockey-Weltmeisterschaften (Damen, ab 2025 auch Herren) – 2011 (Poznan, POL), 2015 (Leipzig, GER), 2018 (Berlin, GER), 2025 (Porec, CRO) Hallenhockey-Europameisterschaften (Damen, ab 2024 auch Herren) – 2016 (Minsk, BLR), 2024 (Leuven, BEL und Berlin, GER) U21-Hallenhockey-Europameisterschaft (Damen) – 2015 (Prag, CZE)
Weblinks
Referenzen
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