Shamsa Araweelo ist eine somalisch-britische Menschenrechtlerin, die sich gegen die Verstümmelung weiblicher Genitalien einsetzt und durch aufklärende Medienauftritte und Social-Media-Formate eine breite Öffentlichkeit erreicht hat. Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. 2024 erhielt sie den Girls’ Human Rights Award und wurde mit einer Honorary Fellowship der University of Winchester ausgezeichnet.

Leben Araweelo wurde in Somalia geboren und im Alter von sechs Jahren wurden ihre Genitalien verstümmelt. Mit sieben Jahren kam sie in das Vereinigte Königreich und erlangte dort die britische Staatsbürgerschaft. Die langfristigen körperlichen und psychischen Folgen prägten ihr Aufwachsen und ihr frühes Erwachsenenleben. Zur Linderung ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen ließ sie später in Deutschland eine rekonstruktive Operation durchführen, die sie zuvor teilweise über Spenden finanzierte. Über ihre Erfahrungen sprach sie öffentlich in Interviews und Gesprächen.

Wirken Araweelo nutzt soziale Medien – vor allem das chinesische Videoportal TikTok – für anschauliche Aufklärungsarbeit; bis Dezember 2023 erreichten ihre Videos rund 70 Millionen Aufrufe. Bis März 2025 berichtet sie, mit ihren Inhalten mehr als 100 Millionen Menschen erreicht zu haben. Sie berät die Londoner Metropolitan Police in Fragen zur Verstümmelung weiblicher Genitalien. Sie trat durch Auftritte und Vorträge auch im Ausland in Erscheinung. Neben ihrer Kampagnenarbeit gründete sie eine eigene Organisation zur Unterstützung von Frauen, die Opfer einer Genitalverstümmelung geworden sind.

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