Martine Leibovici ist eine französische Philosophin und emeritierte Hochschullehrerin für politische Philosophie an der Université Paris Cité (vormals Universität Paris VII). Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Hannah-Arendt-Studien, das Verhältnis von Nationalsozialismus und Moderne, Fragen der Judäität und Moderne sowie Grenzgängern (transfuges). Sie ist seit vielen Jahren dem Laboratoire du Changement Social et Politique verbunden.
Leben Leibovici lehrte viele Jahre an der Universität Paris Diderot (Paris VII), später Université Paris Cité, wo sie als Hochschullehrerin (maître de conférences) tätig war und mittlerweile emeritiert ist. Sie ist institutionell dem Laboratoire du Changement Social et Politique der Université Paris Cité zugeordnet. Überdies wirkt sie als Redaktionsmitglied der Zeitschriften Tumultes und Plurielles.
Wirken Leibovici veröffentlichte mehrere Monografien zur politischen Philosophie und insbesondere zu Hannah Arendt, darunter Hannah Arendt, la passion de comprendre (2000), Hannah Arendt et la tradition juive. Le judaïsme à l’épreuve de la sécularisation (2003) und Autobiographies de transfuges. Karl Philipp Moritz, Richard Wright, Assia Djebar (2013). Gemeinsam mit Anne-Marie Roviello veröffentlichte sie 2017 Le pervertissement totalitaire. La banalité du mal selon Hannah Arendt. Im Jahr 2021 gab sie gemeinsam mit Aurore Mréjen das Cahier Hannah Arendt in der Reihe Cahiers de L’Herne heraus. Zudem war Leibovici an der französischen Übersetzung von Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem (Eichmann à Jérusalem) beteiligt.
Einzelnachweise
Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Paris)