mini|Georgette Lemaire Georgette Lemaire (* als Georgette Kibleur am 15. Februar 1943 in Paris; † 21. Dezember 2025 in Nogent-sur-Marne, Département Val-de-Marne) war eine französische Pop- und Chanson-Sängerin.
Leben und Wirken Lemaire begann ihre Karriere mit Auftritten in einem Café-Konzert im Chez Louisette auf dem Flohmarkt von Saint-Ouen. 1965 trat sie in der von Raymond Marcillac moderierten Spielshow Le jeu de la chance (‚Das Glücksspiel‘) auf, wo sie sich mit Mireille Mathieu ein Unentschieden teilte, bevor sie ausschied. 1965 legte sie bei Philips ihre erste Single vor, A faire l’amour sans amour, gefolgt von ihrem Debütalbum Mon premier 33 tours (1966). Ab den 1960er-Jahren bis in die 1980er-Jahre entwickelte sie sich zu einer bedeutenden Persönlichkeit des französischen Chansons, die insbesondere mit dem Hit Vous étiez belle, madame (1968) ihre Blütezeit erlebte. Ihre ersten Lieder schrieb Charles Dumont, darunter À faire l’amour sans amour, Le cœur désaccordé, Éblouis par notre amour und „Je ne sais pas“. Im Laufe ihrer Karriere begegnete sie vielen Künstlern, angefangen mit Georges Brassens, für den sie im Bobino als Vorgruppe auftrat. Sie arbeitete auch mit Charles Aznavour zusammen, dem sie ein ganzes Album mit dem Titel Pour Aznavour (‚Für Aznavour‘) (1980) widmete. mini|Außenansicht des Pariser Olympia mit der Ankündigung der Konzerte von Enrico Macias, Georgette Lemaire und Elis Regina (1968). In den letzten Jahren hatte sich Lemaire weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ihr letztes Album Paris Jazz erschien 2014. Zuvor veröffentlichte sie ihre Autobiografie À m’en déchirer le cœur und nahm an der Tournee Age tendre et tête de bois (‚Zartes Alter und Holzkopf‘) mit Michèle Torr und Hervé Vilard teil. 1986 wurde sie zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur ernannt.
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