Die Sonderentwicklungszone Mariel (, abgekürzt ZED Mariel) ist eine Sonderwirtschaftszone im Hafen der kubanischen Stadt Mariel. Verwaltet wird sie von der zu den kubanischen Streitkräften gehörenden Unternehmensholding GAESA.

Zielsetzung Im Jahre 2013 wurde unter der Regierung von Raúl Castro im Rahmen der sogenannten „Aktualisierung“ der Wirtschaft die Erweiterung des Hafens von Mariel zu einer Sonderwirtschaftszone beschlossen. Gemäß dem Gesetzes-Dekret 313/2013 sollte westlich der Hauptstadt Havanna auf dem Gelände des Hafens von Mariel eine 465 Quadratkilometer große Sonderentwicklungszone entstehen.

Die Sonderwirtschaftszone soll spezielle Bereiche abseits regulärer Steuer- und Zollregularien bereitstellen. Ziel ist es, Unternehmen aus zahlreichen Branchen wie Technologie, Landwirtschaft, Industrie, Handel und Dienstleistung dort anzusiedeln. Hierzu sollen auch bevorzugte Bedingungen bezüglich der Infrastruktur, wie Verkehrsanbindung und Telekommunikation bereitgestellt werden. Des Weiteren sollen Exporte gefördert, die Importabhängigkeit des Staates verringert, Technologietransfer ermöglicht und Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem sollte alles umweltverträglich gestaltet werden.

Das Containerterminal wurde als weltweites Logistikzentrum konzipiert. Plan war, Kuba als regionales Drehkreuz für den Handel in Zentralamerika zu positionieren.

Entwicklung In den Jahren zwischen 2011 und 2014 wurde die erste Phase des Containerterminals des Hafens fertiggestellt, eines der modernsten der Region, mit einer Kapazität vom 800.000 TEU, erweiterbar bis zu 3 Millionen TEU. Federführend durchgeführt wurde der Bau durch die brasilianische Firma Odebrecht.

Schon in der Anfangsphase gab es nur wenige Zusagen interessierter Unternehmen. Als Gründe wurden zu viel Bürokratie und zu viele Auflagen angeführt.Kuba macht den nächsten Schritt · Containerhafen Mariel vereinbart Kooperation mit Port of Virginia. In: Täglicher Hafenbericht vom 7. Januar 2016, S. 13 Zwischen den Jahren 2010 und 2023 konnte der Hafen von Mariel keine signifikanten Steigerungen der Container-Abfertigung verzeichnen. Der Umsatz schwankte lediglich zwischen 230.000 TEU (2010) und 310.000 TEU (2023), mit einem Spitzenwert von 350.000 TEU (2018).

Im Mai 2026 wurde die Betreibergesellschaft Terminal de Contenedores Mariel SA wegen ihrer Zugehörigkeit zum Militär-Konglomerat GAESA mit US-Sanktionen belegt. Zwei große europäische Reedereien, die französische CMA CGM und die deutsche Hapag-Lloyd stellten daraufhin ihren Frachtverkehr nach Kuba ein. Danach übertrug Kubas Regierung die Verantwortlichkeit auf ein ziviles Ministerium, woraufhin die USA diese Firma direkt auf die Sanktionsliste setzte.

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Kategorie:Sonderwirtschaftszone Kategorie:Wirtschaft (Kuba)