Alles ändert sich ist ein Weihnachtslied von Till Lindemann. Der Song wurde am 12. Dezember 2025 veröffentlicht.

Hintergrund Till Lindemann schrieb den Text von Alles ändert sich zur Musik der beiden Produzenten Nicolas Ludwig (Originalversion) und Clemens Wijers (Alles ändert sich … ich nicht). Wijers, der Keyboarder der Symphonic-Black-Metal-Band Carach Angren arbeitete bereits mehrfach mit Till Lindemann zusammen, unter anderem auch bei der ehemaligen Band Lindemann. Der Song erschien am 12. Dezember während der laufenden „Meine Welt“-Tour als digitale Doppel-Single mit der alternativen Fassung Alles ändert sich … ich nicht, die sich nur Länge, Instrumentierung und gesangliche Interpretation unterscheiden.

Die Single soll am 20. Februar 2026 auch auf Vinyl und CD erscheinen. Die Vinyl-CD erscheint dabei in mehreren Varianten, unter anderem als Picture Disc.

Text und Musik Musikalisch handelt es sich um eine Ballade, die überwiegend von einem Piano getragen wird. Die Version Alles ändert sich enthält eine etwas aggressivere Stimme im Stil der Neuen Deutsche Härte mit dem für Lindemann typischen rollenden R, während … ich nicht etwas ruhiger intoniert ist.

Textlich handelt es sich, wie bei Till Lindemann üblich, um einen deutungsoffenen Text. Das lyrische Ich, das Lindemann im Text verkörpert, bildet einen reaktionären, konservativen Menschen ab, der mit der Zeit hadert. In der ersten Strophe beschreibt er eine Weihnachtsszenerie aus einer glücklichen Kindheit. Das habe sich nun durch den Klimawandel geändert. Statt eines Weihnachtsmannes müsse nun eine Weihnachtsfrau mit Bart her, die im Text idealisiert und angeschmachtet wird. Der Text enthält Anspielungen auf die Kontroverse um Machtmissbrauch, die Till Lindemann zwei Jahre zuvor einholten. So deutet bereits der Titel an, das sich Lindemann nicht verändert habe. Zudem enthält das Lied die Textzeile „Wie Unkraut sprießt der Feminismus“, wobei unklar ist, wie diese Textzeile zu deuten ist.

Musikvideo Zu der alternativen Version Alles ändert sich … ich nicht wurde von der Firma Horris & Frances ein Musikvideo erstellt. Es zeigt Till Lindemann zunächst in einer futuristisch anmutenden Wohnung in einer Art Uniform mit einer Spielzeugeisenbahn spielend, flankiert von mehreren weiblich gelesenen maskierten Soldatinnen, die jedoch alle über Bartwuchs verfügen. Danach wechselt die Szenerie in eine dystopische Zukunft, wo Lindemann am Boden kriechend, einmal in Uniform am Strand und dann in einem Ganzkörperanzug auf einer ehemaligen Bahnstrecke zu sehen ist. In beiden Fällen spielt er mit der Spielzeuglok. Am Strand sind ebenfalls leichtbekleidete Frauen mit einer Art Tornister auf dem Rücken.

Rezeption Stefan Hochgesand schrieb in der Berliner Zeitung: „So schlimm reaktionär wie zunächst erwartet, ist das Lied dann vielleicht ja doch nicht. Wenngleich Lindemann die Weihnachtsfrau wie ein Lustobjekt anschmachtet; allerdings noch relativ harmlos, verglichen mit vielen seiner älteren Lieder. Ob Greta Thunberg Lindemann für dessen Schneefall-Klimawandel-Kritik applaudieren wird? Das steht allerdings noch mal auf einem anderen Blatt. Oder in den Weihnachtssternen.“

Einzelnachweise

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