mini|hochkant|Wappen der Ruschepol im Wappenbuch des Westfälischen Adels Ruschepol (auch Ruschepoyle, Ruschephul, Ruschepfuel o. ä.) ist der Name eines erloschenen niedersächsisch-westfälischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht stammt laut Max von Spießen aus dem Stift Minden.Spießen (1901–1903), S. 108 f.
Die Familie erscheint erstmals mit Heinrich Ruschepol, der 1289 in einer Urkunde der Grafen von Wohldenberg genannt wird. Arnold Ruschepol war 1350 Dingmann/Schiedsrichter. Die Gebrüder Aschwin, Cord (Konrad) und Heinrich dicti Ruschepoyle verpfändeten 1447 Güter zur Ferdessen und Hemmendorf. Heinrich Ruschepol war 1419–1424 Domherr zu Hildesheim und Köln. Zuvor hatte er 1418 in Erfurt studiert. Ein Ritter Conrad Ruschenphul tritt 1467 auf. Töchter der Familie waren im 15. Jahrhundert an die Herren von Zersen, von Landesbergen und Knigge verheiratet. Gegen 1500 muss die Familie erloschen sein, denn Cord von Steinberg erhielt 1494 eine Anwartschaft auf die Ruschepolschen Lehen, namentlich die Zehnten zu Lügde, Brunen und Uppenbrock (wüst vor Lügde).Oeynhausen (1874), S. 27.
Wappen Blasonierung: In Silber drei (2:1) rote gekrönte Stierköpfe. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein roter gekrönter Stierkopf vor einer goldenen Säule, oben mit drei silbernen Straußenfedern besteckt.
Literatur Julius von Oeynhausen: Der Stierkopf als Wappenzeichen im Gebiete der oberen Weser, in: Der Deutsche Herold, Jg. V., Berlin 1874, S. 27 (Ruschepol) (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 108 f. (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 272 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht