Das Gebiet Silzenwiesen ist ein flächenhaftes Naturdenkmal auf dem Gebiet der Gemeinde Ubstadt-Weiher im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Es handelt sich um eine feuchte Wiesenfläche auf einem ehemaligen Flachmoor.

Kenndaten Das Naturdenkmal wurde mit Verordnung vom 13. Dezember 1989 unter dem Namen Silzenwiesen ausgewiesen.

Es handelt sich um feuchte Wiesenflächen auf einem ehemaligen Flachmoor der Kinzig-Murg-Rinne als Lebensraum insbesondere zahlreicher seltener sowie gefährdeter Binsen- und Seggenarten.

Lage und Beschreibung Das Naturdenkmal liegt südwestlich von Ubstadt. Der Unterfeldgraben fließt im Schutzgebiet.

Das Naturdenkmal liegt vollständig im FFH-Gebiet Kinzig-Murg-Rinne und Kraichgau bei Bruchsal und wird vollständig überlagert von fünf Biotopen: Magere Flachland-Mähwiesen in den Silzenwiesen bei Ubstadt-Weiher I mit der Biotopnummer 368172150271, Magere Flachland-Mähwiesen in den Silzenwiesen bei Ubstadt-Weiher IV mit der Biotopnummer 368172150297, Schilfröhricht in den Silzenwiesen mit der Biotopnummer 168172153737, Feuchtgebiet I in den Bruchwiesen mit der Biotopnummer 168172153738 und Feuchtgebiet II in den Bruchwiesen mit der Biotopnummer 168172153739 aus der Offenland-Biotopkartierung Baden-Württemberg.

Geologie Der Untergrund besteht aus Tonen und Kalken des Eozän.

Flora und Fauna Laut Biotopkartierung kommen die folgenden Arten im Gebiet vor: Kriechender Günsel, Wiesen-Fuchsschwanz, Gewöhnliches Ruchgras, Gewöhnlicher Glatthafer, Gänseblümchen, Aufrechte Trespe, Trauben-Trespe, Echte Zaunwinde, Wiesen-Schaumkraut, Sumpf-Segge, Zweizeilige Segge, Behaarte Segge, Braun-Segge, Quellen-Hornkraut, Kohldistel, Herbstzeitlose, Wiesen-Pippau, Gewöhnliches Knäuelgras, Rasen-Schmiele, Wiesen-Schwingel, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Scharbockskraut, Weißes Labkraut, Wiesen-Storchschnabel, Flaumiger Wiesenhafer, Wolliges Honiggras, Acker-Witwenblume, Wiesen-Platterbse, Fettwiesen-Margerite, Kuckucks-Lichtnelke, Pfennigkraut, Schilfrohr, Spitzwegerich, Gewöhnliches Rispengras, Großes Flohkraut, Scharfer Hahnenfuß, Kriechender Hahnenfuß, Wiesen-Sauerampfer, Großer Wiesenknopf, Echter Beinwell, Wiesen-Goldhafer, Zaun-Wicke, Rotes Straußgras, Entferntährige Segge, Behaarte Segge, Filz-Segge, Knäuel-Hornkraut, Acker-Kratzdistel, Gundermann, Wiesen-Bärenklau, Gewöhnliches Ferkelkraut, Wiesen-Rispengras, Berg-Ahorn, Wald-Engelwurz, Japanischer Staudenknöterich, Mädesüß, Gemeiner Hohlzahn, Kletten-Labkraut, Sumpf-Storchschnabel, Sumpf-Schwertlilie, Sumpf-Hornklee, Wiesen-Lieschgras, Pyramidenpappel, Vogelkirsche, Zwetschge, Kultur-Birne, Kratzbeere, Silber-Weide, Asch-Weide, Kriech-Weide, Schwarzer Holunder, Große Brennnessel, Gemeine Schafgarbe, Gemeine Wegwarte, Roter Hartriegel, Gemeine Hasel, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Echte Walnuss, Gewöhnlicher Blutweiderich, Rohrglanzgras, Essigbaum, Brombeere, Stumpfblättriger Ampfer, Kanadische Goldrute, Weinrebe, Schwarz-Erle, Hänge-Birke, Zottiges Weidenröschen, Kleine Wasserlinse, Ufer-Wolfstrapp, Echte Brunnenkresse, Gemeine Fichte, Bastard-Schwarz-Pappel, Blutwurz, Stieleiche, Hundsrose, Teichbinsen, Wald-Simse, Bunte Kronwicke, Breitblättriger Rohrkolben.

Im Biotop Magere Flachland-Mähwiesen in den Silzenwiesen bei Ubstadt-Weiher I wurde bei einer Zählung im Jahr 2016, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Pflanzenart Trauben-Trespe gefunden. Diese Art ist von der LUBW als gefährdet eingestuft. Im Biotop Magere Flachland-Mähwiesen in den Silzenwiesen bei Ubstadt-Weiher IV wurden bei einer Zählung im Jahr 2016, die ebenfalls von der LUBW durchgeführt wurde, die Pflanzenarten Entferntährige Segge und Filz-Segge gefunden. Beide Arten sind von der LUBW ebenfalls als gefährdet eingestuft.

Schutzzweck Der Schutzzweck des Naturdenkmals ist gemäß Schutzgebietsverordnung die Erhaltung feuchter Wiesenflächen auf einem ehemaligen Flachmoor der Kinzig-Murg-Rinne als Lebensraum insbesondere zahlreicher seltener sowie gefährdeter Binsen- und Seggenarten.

Siehe auch Liste der Naturdenkmale in Bruchsal

Weblinks Datenauswertebogen und Karte im https://www.agnus-bruchsal.com/infos-publikationen/bildergalerie-wertvolle-biotope-in-bruchsal

Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Karlsruhe Kategorie:Geographie (Ubstadt-Weiher) Kategorie:Schutzgebietsgründung 1989