Henry David Owen (Geburtsname: Henry David Oyen; * 26. August 1920 in Queens, New York City; † 5. November 2011 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Regierungsbeamter und Diplomat, der unter anderem von 1966 bis 1969 im Außenministerium Director of Policy Planning sowie zwischen 1977 und 1981 Koordinator für Wirtschaftsgipfel-Angelegenheiten im Range eines Sonder-Botschafters war.
Leben Henry David Owen, Sohn des aus Norwegen stammenden Olaf Oyen und dessen Ehefrau Sara Oyen, absolvierte nach dem Besuch der Birch Wathen High School in Manhattan ein grundständiges Studium an der Harvard University, das er 1941 mit einem Bachelor of Arts (B.A.) beendete. Während des Zweiten Weltkrieges leistete er von 1942 bis 1946 in der US Navy und trat 1952 in den Dienst des Außenministeriums (US State Department) und war dort als Wirtschaftswissenschaftler im Stab für strategische Planung tätig. Als Nachfolger von Walt Whitman Rostow wurde er am 19. Juni 1966 zum Director of Policy Planning und damit zum Chef des Stabes für strategische Planung ernannt. Er bekleidete diese Funktion im Range eines Assistant Secretary of State bis zum 8. Februar 1969, woraufhin William I. Cargo ihn ablöste. In dieser Position war er für die Entwicklung von Strategien zu einer Vielzahl internationaler Angelegenheiten verantwortlich, von denen viele sensible Bereiche der Ost-West-Beziehungen im Kalten Krieg betrafen.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Außenministerium war Owen von 1969 bis 1968 Direktor der Abteilung für außenpolitische Studien der Brookings Institution, eine 1916 gegründete Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C., die sich als „unabhängige Organisation für Forschung, Bildung und Publikation mit Fokus auf öffentliche Politik in den Gebieten Wirtschaft, Auslandspolitik und Staatsführung“ darstellt. Am 12. Oktober 1978 wurde er von Präsident Jimmy Carter zum Koordinator für Wirtschaftsgipfel-Angelegenheiten im Range eines Sonder-Botschafters (Ambassador at Large) ernannt und verblieb in dieser Funktion bis zum Ende von Carters Amtszeit am 21. Januar 1981.
Henry D. Owen engagierte sich zudem im Council on Foreign Relations (CFR), der 1983 gegründeten American Academy of Diplomacy sowie der Trilateralen Kommission, und war zudem Vorstandsmitglied von Capital Partners for Education, eine 1993 von ihm und Theodore A. Schwab gegründete Jugendorganisation im Großraum Washington, die ihren Schülern eine Kombination aus Stipendien für private Gymnasien, erwachsenen Mentoren sowie akademischer Unterstützung und Förderangeboten anbot.
Owen war bis zu seinem Tod mit Hertha Stockreiter verheiratet und Vater der beiden Söhne Christopher Owen und Francis Owen. Er verstarb an den Folgen eines Herzversagens und wurde nach seinem Tode auf dem Oak Hill Cemetery in Washington, D.C., beigesetzt.
Veröffentlichungen The next phase in foreign policy. Essays by Morton H. Halperin and others, Brookings Institution, Washington, D.C., 1973, ISBN 0-8157-6765-X The crisis of international cooperation. A report of the Trilateral Political Task Force to the Executive Committee of the Trilateral Commission, Tokyo, October 22–23, 1973, Mitautoren François Duchêne, Kinhide Mushakoji, Trilateral Commission, New York 1974 Collaboration with Communist countries in managing global problems. An examination of the options, Mitautoren Hosoya Chihiro, Andrew Shonfield, Trilateral Commission, New York 1977 Economic history, National Public Radio, Washington, D.C., 1979 The Future role of the World Bank. Addresses, Brookings Institution, Washington, D.C., 1982, ISBN 0-8157-2929-4 Gerard C. Smith. A career in progress, John Thomas Smith II (Mitherausgeber), University Press of America, Lanham 1989, ISBN 978-0-81917-4-444
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Einzelnachweise
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