mini|hochkant|Kaoru Kanetaka 1962 Kaoru Kanetaka (, wirklicher Name: Kanetaka Rose; geboren 29. Februar 1928 in Kōbe, Präfektur Hyōgo; gestorben 5. Januar 2019 in Minato, Präfektur Tokio) war eine japanische Journalistin. Sie war bekannt für eine über 30 Jahre lang von ihr moderierte und produzierte Fernsehsendung mit Reiseberichten aus aller Welt, für die sie zusammengerechnet ca. 180 Mal die Welt umrundete. Dadurch gilt sie in Japan als Pionierin der Auslandsberichterstattung. Zudem war sie Ehrenpräsidentin der „Japan Travel Writers’ Organization“ (). Sie war auch bekannt für die Verwendung des Yamanote-Dialekts, eines Dialekts der Tokioter Mittelschicht, der dem heutigen Hochjapanisch zugrunde liegt.
Leben und Schaffen mini|hochkant|Kaoru Kanetaka 1962 Kaoru wurde 1928 in Kōbe geboren. Ihre Mutter stammte aus einer vermögenden Familie, ihr Vater war Inder; sie zog mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Tokio. Kaoru besuchte dort die private Kaira-Frauenoberschule („St.Hilda’s School“), die sie 1946 abschloss. Dort lernte sie die etwas jüngere Tetsuko Kuroyanagi kennen, die später bei TV Asahi eine eigene Sendung und für NHK den alljährlichen Rot-weißen Gesangswettstreit moderierte. 1954 ging sie als Auslandsstudentin an die Los Angeles City College, wurde nach ihrer Rückkehr nach Japan Journalistin und schrieb zunächst als freie Mitarbeiterin u. a. für die Times. 1958 wirkte sie im TV-Drama Mammut Tower () mit. Im selben Jahr stellte sie einen Rekord für die schnellste Weltumrundung in 73 Stunden mit einem Propellerflugzeug der SAS Scandinavian Airlines auf.
Von 1959 bis 1990 war sie Sprecherin, Regisseurin und Produzentin der Sendung Kaoru Kanetas Weltreisen (, ursprünglicher Titel , Kaoru Kaneta in Hopping Around The World) beim Fernsehsender TBS, die allwöchentlich sonntags ausgestrahlt wurde. In den 31 Jahren Laufzeit der 1586 Sendungen berichtete Kaoru aus ca. 150 Ländern über Kultur und Bräuche. Für ihre Sendung traf sie zahlreiche Prominente wie John F. Kennedy, Kronprinz Charles oder Björn Borg. 1967 wurde Kaoru mit dem Nachwuchspreis des Ministers für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie ausgezeichnet. 1971 berichtete sie vom Südpol.
1985 eröffnete der Awaji World Park Onokoro () das Archiv „Kaoru Kanetakas Reisen“ (), dessen Ehrenpräsidentin sie war. Von 1986 bis 2006 arbeitete sie als Direktorin des Puppenmuseums Yokohama. 1990 wurde sie mit dem Kikuchi-Kan-Preis, 1991 mit der Ehrenmedaille am violetten Band für künstlerische Errungenschaften und Leistungen ausgezeichnet. Kaoru Kanetaka gründete 2022 eine nach ihr benannte Stiftung, die die Ausbildung von Ärzten und Krankenschwestern finanziell unterstützt.
Kaoru Kanetaka starb 2019 im Alter von 90 Jahren an Herzversagen in einer Seniorenresidenz in Minato, Tokio.
Auszeichnungen 1962 Auszeichnung des Verbands der japanischen Rundfunkautoren () 1969 Galaxy Award für Kaoru Kanetakas Weltreisen, Auszeichnung für Fernseh- und Radioproduktionen und für Fernsehwerbung (Sonderpreis) 1979 Preis für Rundfunkmoderatorinnen 1987 Verdienstorden der Italienischen Republik (Ritter) 1988 Kulturpreis der Präfektur Hyōgo 1989 Preis des Verbandes japanischer Reiseschriftsteller () 1990 Kikuchi-Kan-Preis 1991 Ehrenmedaille am violetten Band 1999 Kulturpreis der Stadt Yokohama ()
Werke (Auswahl) mini|hochkant|Kaoru Kanetakas Afrikareise 1959 Sekai tobi aru ki () 1962 Sekai no tabi oseania-hen () 1963 Kanetaka Kaoru sekai no tabi () 1967 Kanetaka Kaoru afurika no tabi () 1970 Sekai no rakuen (), 7 Bände, redaktionelle Leitung 1985 Sūtsukesu no titaimu () 1991 Dōbutsutachi no daijizen () 1991 Minzoku no shikisai () 1991 Sekai no matsuri () 1992 Watashi no aisuru ikoi no chi () 1996 Watashi no sukina sekai no gai () 1999 Sekai no kokki (), Bilderbuch 2010 Watashi ga tabi kara mananda koto 80sugite mo sekai no tabi wa keizokuchū desu no yo ()
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Einzelnachweise
Kategorie:Journalist (Japan) Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Ritter) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2019 Kategorie:Frau