Marius Siegfried Binder (* 1993 in Innsbruck) ist ein österreichischer Komponist, Lyriker und bildender Künstler.

Leben Marius Binder wurde 1993 in Innsbruck geboren und wuchs nach der Scheidung seiner Eltern in Ebenthal in Kärnten auf. Seinen ersten Bratschenunterricht erhielt er mit sechs Jahren bei Gerhild Meidl, später bei Milan Vit und Roland Winkler. Binder besuchte von 2004 das BRG Viktring in Klagenfurt, wo er 2013 maturierte.

Anschließend studierte er Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Henning Bohl. Von 2015 bis 2019 absolvierte er ein Bachelorstudium Komposition an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), zunächst bei Christian Minkowitsch, nach dessen plötzlichen Ableben bei Dirk D’Ase. Von 2019 bis 2021 folgte ein Masterstudium Komposition an der MUK bei Wolfgang Liebhart.

Seit 2021 ist Binder Vizeobmann und künstlerischer Leiter des Vereins TILLIT Instituts für Kunst und Wissenschaft. 2023 war er Kurator und Veranstaltungskurator bei Quo vadis?, dem Begegnungszentrum der Österreichischen Ordensgemeinschaften, wo er gemeinsam mit dem deutschen Autor und Theologen Paul-Henri Campbell arbeitete.

Von 2023 bis 2025 lehrte Binder an der MUK unter anderem die Fächer Tonsatz und Gehörbildung.

Künstlerisches Schaffen Binders künstlerisches Werk umfasst Komposition, Lyrik und Bildende Kunst. Seine Arbeiten sind häufig interdisziplinär angelegt und untersuchen die Wechselwirkungen zwischen musikalischen, sprachlichen und visuellen Strukturen.

Seine Kompositionen wurden unter anderem bei Wien Modern, den Musiktheatertagen Wien und dem Musikforum Viktring aufgeführt. Einige seiner Werke sind international, unter anderem in Deutschland, Italien und Spanien aufgeführt worden. Neben Vokalwerken und Kammermusikwerken schrieb er die Filmmusik für den Kurzfilm Ectopic Bodies (2018) von Andrea Vezga.

Seine Orchesterwerke wurden unter anderem von dem Linzer Bruckner Orchester, bei einer Anhörung – eine erste Probe, nicht in Form eines Konzertes – unter der Leitung von Markus Poschner (Die Luftfabrik) und dem Sinfonieorchester der MUK unter der Leitung von Johannes Kalitzke (Gestirne) uraufgeführt. Im Jahr 2024 wurde seine erste Oper Lorit nach einem Libretto von Robert Prosser in Trient uraufgeführt.„Lorit“ feiert Premiere, Südtirol News, 16. Januar 2024, abgerufen am 16. Dezember 2025

Im Bereich der Bildenden Kunst stellte Binder unter anderem in Linz (Wundklang, KIB, 2016), in Klagenfurt (viel zu erzählen, wenig zeit, Walraum, 2018) aus. Die in Kollaboration mit der Harfenistin Veronika Klavzar erarbeitete Klanginstallation Segno/Zeichen wurde 2024 in Bruneck gezeigt. Mit dem Cordelia Piano Trio performte Binder im Collab Project mehrmals Live-Painting-Events in Wien und Prag, zuletzt 2025 im ČiurlionisLAB. Synthesis of Music and Painting im Tschechischen Nationalmuseum für Musik.

Auszeichnungen 2021: Förderungspreis für Musik zum Kulturpreis des Landes Kärnten 2023: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport: Staatsstipendium für Komposition

Weblinks

Profil und Lebenslauf an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Bildender Künstler (Österreich) Kategorie:Lyrik Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1993 Kategorie:Mann