Ernst Christoph Stichling (geb. 8. September 1737 in Erfurt ?; gest. Febr. 1803 ebd.) war Kauf- und Handelsherr in Weimar.
Leben Stichling kam aus einem angesehenen Kaufherrengeschlecht und einer der ältesten Ratsfamilien in Erfurt.Gottfried Theodor Stichling: Aus Drei und fünfzig Dienstjahren. Weimar: Hermann Böhlau, 1891, S. 2 f. Er selbst wurde als „wohlangesehener Kauf- und Handelsherr“. beschrieben. Er stand im Briefverkehr u. a. mit Christoph Martin Wieland, mit dem er auch befreundet war. Er war zudem Schwiegervater von Wielands Tochter Julie.Brief von Wieland, Christoph Martin an Stichling, Ernst Christoph vom 30. Januar 1799 auf kalliope-verbund.info Auf dem damaligen Töpfermarkt, dem heutigen Herderplatz befand sich sein Tuchladen, den Carl Wilhelm Heinrich von Lyncker als „von ziemlicher Bedeutung“ bezeichnete.Am Weimarischen Hofe unter Amalien und Karl August. Erinnerungen von Karl Frhr. von Lӱncker. Herausgegeben von seiner Grossnichte Marie Scheller. Berlin 1912, S. 8. Als Goethe 1775 in Weimar eintraf war Stichlings Tuchwarenhandlung eines der wenigen Geschäfte der Stadt überhaupt.Georg Schmidt: Durch Schönheit zur Freiheit. Die Welt von Weimar-Jena um 1800. Beck, München 2022, S. 58. ISBN 978-3-406-78556-6. Das „Stichlingsche Haus“ war die Kaufstraße 26.
Er war Vater des Weimarischen Kammerpräsidenten Carl Wilhelm Constantin Stichling.Neuer Nekrolog der Deutschen, Jg. 14 Teil 2, Weimar 1838, S. 525 ff.
Einzelnachweise
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