Schadlos ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Pettstadt im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Schadlos liegt in der Gemarkung Pettstadt.

Geografie Der Weiler liegt an der Aurach zwischen dem Bruderwald im Norden und dem Distelberg () im Süden, einem bewaldeten Höhenrücken des Steigerwaldes. Die Kreisstraße BA 21 führt entlang der Aurach nach Neuhaus (1 km südöstlich) bzw. nach Höfen (1,4 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1403 als „Schadlawßhof“ erstmals schriftlich erwähnt, 1433 wurde er „zum Schadloss“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Scatilin. Ursprünglich lag der Ort im Fraischbezirk des bambergischen Centamtes Memmelsdorf.P. Schneider: Steigerwald, S. 144.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schadlos aus 6 Anwesen. Das Hochgericht war strittig zwischen dem bambergischen Centamt Burgebrach und dem Centamt Bamberg. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Schlüsselau (Theodorische Güterverwaltung). Grundherren waren das Amt Schlüsselau (1 Söldengut), das bambergische Kollegiatstift St. Stephan (2 Halbgülthöflein, 1 Söldengut), die Pfarrei Pettstadt (1 Söldengut) und die Bamberger Patrizier Zollner vom Brand (1 Söldengut).H. Weiß: Bamberg, S. 161. Der Ertrag an Heu galt als besonders gut, der Getreide- und Obstbau aber nur als mittelmäßig.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 66f.

Im Jahre 1802 kam Schadlos an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schadlos dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhaus und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Pettstadt zugewiesen.H. Weiß: Bamberg, S. 259.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2017 2024Einwohner 35 42 42 34 38 32 46 34 31 25 29 30HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 7 6 6 6 6 7 8 Quelle

Religion Schadlos ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Bamberg) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei Mariä Geburt (Pettstadt) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Pettstadt) Kategorie:Ort an der Aurach (Regnitz, Oberfranken) Kategorie:Ersterwähnung 1403