Eleni Skoura (, geborene Eleni Papachristou (); * 21. Dezember 1896 in Volos, Königreich Griechenland; † 4. Februar 1991 in Thessaloniki) war eine Rechtsanwältin und die erste Frau im griechischen Parlament. Sie wurde 1953 für die konservative Partei Ellinikos Synagermos () im Wahlkreis von Thessaloniki gewählt.
Leben und Karriere Eleni Skoura wuchs in Volos auf, wo sie ihre Schulbildung erhielt. 1915 zog sie nach Thessaloniki und studierte Gesang.
Nach dem Angriff Italiens und während der Deutschen Besetzung engagierte sie sich als Vorsitzende der Organisation „Heim der Falangistin“ () für gemeinnützige und patriotische Zwecke und bei der Organisation „Soldatenhemd“ (), die griechische Soldaten mit Versorgungspaketen unterstützte, Im Sommer 1942 wurde sie von den Deutschen zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Bruder Apostolos Papachristou inhaftiert.
Im Jahr 1950 schloss sie ihr Jurastudium ab und arbeitete anschließend als Rechtsanwältin in Thessaloniki.
Nach der Einführung des Frauenwahlrechts in Griechenland im Jahr 1951 begann sie, sich aktiv in der Politik zu engagieren, und übernahm die Organisation der Frauenabteilung der griechischen Volkspartei „Ellinikos Synagermos“ in Thessaloniki. Eleni Skoura wurde aufgrund des unerwarteten Todes von Vasileios Bakonikas, Abgeordneter der Partei Ellinikos Synagermos aus Thessaloniki, für eine Nachwahl aufgestellt. Sie konnte sich gegen den Kandidaten I. Pasalidis der Partei Eniea Dimokratiki Aristera und die Kandidatin der Kentro Partei mit 33,62 % der Stimmen durchsetzen. In ihrer ersten Stellungnahme nach ihrer Wahl zeigte sie sich tief bewegt und versprach, ihrer Rolle als erste Frau im Parlmanent würdig zu werden. Sie beschrieb ihren Antritt im Parlament mit folgenden Worten:
Bis 1956 blieb sie Abgeordnete. Sie engagierte sich im Parlament besonders für soziale und frauenpolitische Themen und wurde mit der Militärmedaille für herausragende Leistungen () und dem Frauen vorbehaltenen Eupoieia-Orden () für ihr besonderes Engagement im Bereich der Wohltätigkeit ausgezeichnet.
Nach dem Tod ihres Mannes wurde ihr zwar vom griechischen Staat eine Ehrenrente versprochen, die jedoch nie ausgezahlt wurde. Sie selbst hatte kein Anrecht auf eine Rente als Abgeordnete, da sie keine ganzen vier Jahre dieses Amt ausgeübt hatte. Die Tatsache, dass sie gar keine staatliche Unterstützung im Alter erhielt, verbitterte sie. So sah sie sich in ihren letzten Lebensjahren gezwungen, ihren Orden und ihre Medaillen zu verkaufen, um in ein Altersheim in Thessaloniki aufgenommen zu werden, wo sie 1991 verstarb. Als der Staat die Kosten für ihre Begräbnis übernehmen wollte, lehnten ihre Verwandten dies ab, erlaubten aber, dass sie mit den Ehren eines Ministers beerdigt wurde.
2007 stellte die Stadtverwaltung von Volos eine Büste von ihr im Außenbereich des Rathauses auf.
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