Camille ist ein deutsches Filmdrama des peruanisch-deutschen Regisseurs Martin Hawie. Der Film feierte seine Premiere auf den Internationalen Hofer Filmtagen.Hofer Filmtage, abgerufen 2014. Camille entstand als Vordiplomfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) und wurde im Rahmen des Förderpreises „Neues deutsches Kino“ nominiert.IMDb, abgerufen 2014.
Anschließend wurde Camille zum internationalen Studentenfilmfestival Sehsüchte eingeladen, wo er im Official National Competition lief und für den Preis Best Feature Film nominiert war.sehsuechte, abgerufen 2015. International wurde der Film beim Mexico International Film Festival gezeigt, wo er in der Official International Competition den Preis Best Feature Film gewann. Camille war der erste Film des Regisseurs, der zu einem renommierten Festival wie den Hofer Filmtagen eingeladen wurde.
Handlung In ihrer Einsamkeit lebt die junge Masseurin Camille einen von Regeln und Einschränkungen bestimmten Alltag. Unfähig, sich selbst zu akzeptieren, zieht sie sich immer weiter in eine selbst auferlegte, stille Isolation zurück. Camilles kontrolliertes Leben beginnt sich zu verändern, als sie heimlich ihren Nachbarn beobachtet ein Mann, der in ihr sexuelle Fantasien weckt und ihr den Mut gibt, sich zu verwandeln.
Produktion Camille entstand als Projektfilm an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Der Film ist bewusst minimalistisch angelegt und begleitet die Protagonistin Camille in ihrer isolierten Lebenswelt, ihren Fantasien und ihrer Wahrnehmung der Umgebung. Im Mittelpunkt steht das Thema Einsamkeit sowie die Unschärfe zwischen Realität und Fantasie, da offenbleibt, welche Ereignisse real sind und welche Camille in ihrer Vorstellung konstruiert.
Für Regisseur Martin Hawie stellte Camille zugleich sein erstes formales Experiment dar, insbesondere mit langen Einstellungen, einer offenen Rauminszenierung und einer reduzierten Dialogführung. Die Figuren sind weniger realistisch angelegt als vielmehr aus Stimmungen und sensorischen Eindrücken herausentwickelt.
Der Film entstand im Rahmen des Postgraduiertenstudiums an der Kunsthochschule für Medien KölnKHM, abgerufen 2014. und wurde mit sehr begrenzten Produktionsmitteln realisiert. Die Umsetzung war nur durch den ehrenamtlichen Einsatz zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer möglich. Camille markiert zudem den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Hawie und dem Komponisten Gregor Keienburg, der seither an allen weiteren Projekten des Regisseurs beteiligt ist. mini|Martin Hawie Hof International Film Festival 2013
Veröffentlichung Camille wurde im Rahmen der 47. Internationalen Hofer Filmtage erstmals aufgeführt und dort positiv aufgenommen. Die Einladung markierte den Beginn der Beziehung zwischen Regisseur Martin Hawie und den Hofer Filmtagen, die zu diesem Zeitpunkt noch von deren Gründer Heinz Badewitz geleitet wurden. In der Folge wurde Hawie erneut eingeladen, als sein Film Toro im Jahr 2015 auf dem Festival gezeigt wurde.
Altersfreigabe In Deutschland erhielt der Film über den Verleih Missing Films eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren.Crew United, abgerufen 2014.MissingFilms, abgerufen 2014.
Auszeichnungen
Jahr Kategorie Land Festival Film Ergebnis 2014 Official International CompetitionMexiko Internationales Filmfestival Mexico Camille Winner, Best Feature Film 2014 Official National CompetitionDeutschland Sehsüchte Film Festival Camille Nominated for Best Feature Film 2014New German Cinema AwardDeutschland47. Hof International Film FestivalCamilleNominated for Best Feature Film
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2013 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama