mini|Filialkirche St. Anna
Karbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern). Die Gemarkung Karbach hat eine Fläche von 1,706 km². Sie ist in 403 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4233,07 m² haben.
Geografie Das Kirchdorf liegt in der Talmulde des Karbachs, eines linken Zuflusses der Rauhen Ebrach. An dieser schließen sich im Westen wie auch im Osten bewaldete Anhöhen des Steigerwaldes an. Im Ort gibt es acht Kellerlinden, die seit 1938 als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2258 führt entlang des Karbachs nach Fabrikschleichach (2 km nördlich) bzw. nach Untersteinbach (1,9 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1164 als „Carbach“ erstmals schriftlich erwähnt; das Bestimmungswort des zugrundeliegenden Hydronyms ist .P. Schneider: Steigerwald, S. 148. Karbach wurde auch im Würzburger Lehenbuch des Jahres 1303 genannt. Im 14. Jahrhundert bestand der Ort sechs Gütern, die allesamt Würzburger Lehen waren. Anfang des 18. Jahrhunderts bestand Karbach aus 19 Mannschaften. Das Hochgericht übte der würzburgische Cent Donnersdorf aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Mannschaften hatte das würzburgische Amt Prölsdorf.A. Tittmann: Haßfurt, S. 335f. 1748 gab es 26 Mannschaften, 3 Witwen und 9 Beständner bei ungeänderten Rechtsverhältnissen.A. Tittmann: Haßfurt, S. 502f. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 38 Häuser und eine Schule.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 61.
Im Jahre 1802 kam Karbach an das Kurfürstentum Bayern, von 1806 bis 1814 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg. 1814 wurde dieses in das Königreich Bayern einverleibt. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Karbach, zu der Fabrikschleichach gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Prölsdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Prölsdorf. 1819 erfolgte die Überweisung an das neu gebildete Landgericht Eltmann und dem Rentamt Zeil (1919 in Finanzamt Zeil umbenannt). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Haßfurt (1939 in Landkreis Haßfurt umbenannt) für die Verwaltung zuständig. Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Eltmann (1880 in Amtsgericht Eltmann umbenannt, seit 1959 Amtsgericht Haßfurt).A. Tittmann: Haßfurt, S. 564. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,367 km².
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Karbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Rauhenebrach eingegliedert.
Baudenkmäler In Karbach gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 42: Katholische Filialkirche St. Anna Wegkapelle Bildstock
Bodendenkmäler In der Gemarkung Karbach gibt es ein Bodendenkmal.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Karbach Jahr 1811 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 297 408 434 415 442 429 407 407 413 394 369 384 348 352 365 361 376 382 334 411 405 369 327 321HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 57 85 77 75 71 72 70 71 Quelle
Ort Karbach Jahr 1811 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 195 263 243 224 193 168 208 186 187 143 110Häuser 37 44 41 38 37 36 37 Quelle
Religion Karbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Untersteinbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Geographie (Rauhenebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Haßberge) Kategorie:Ersterwähnung 1164 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Haßberge Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)