George Christoph von Briest (geb. 1. Juli 1660 in Nennhausen; gest. 7. September 1715 ebenda) war ein preußischer Landrat.

Herkunft George Christoph von Briest war Angehöriger des Adelsgeschlechts Briest. Er war ein Sohn von Jakob Friedrich von Briest, erster Landrat des Havelländischen Kreises, Herr auf Böhne, Nennhausen und Schmitzdorf, und dessen Ehefrau (⚭ 8. Juli 1654) Ludmilla Katharina (1627–1689), geb. von Ribbeck.

Von Briest hatte zwei ältere Schwestern. Anne Sophie von Briest (1657–1715) war seit 1682 mit Daniel Heinrich von Borstell (1638–1705), Landesdirektor der Altmark, verheiratet.Rolf Straubel: Adelige und bürgerliche Beamte in der friderzianischen Justiz- und Finanzverwaltung. Ausgewählte Aspekte. BW-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8305-1842-6, S. 306. Katharina Maria von Briest (1659–1708) war seit dem 23. Juni 1674 mit dem Landrat des Havelländischen Kreises, Asmus Ehrenreich von Bredow (1646–1705), verheiratet.Alexander von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1881. Jahrgang 6, Druck und Verlag von Buschak & Irrgang, Brünn/Wien 1880, S. 51.Moritz Maria Edler von Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter. 1879. Jahrgang 4, Druck und Verlag von Buschak & Irrgang, Brünn/Wien 1878, S. 237.

Leben Von Briest immatrikulierte sich im Jahr 1676 an der Universität Frankfurt (Oder). Von 1695 bis 1714 amtierte er in der Nachfolge von Asmus Ehrenreich von Bredow als Landrat des Havelländischen Kreises. Er war Erbherr auf Bamme und Nennhausen und ließ ab dem Jahr 1705 das Schloss Nennhausen erbauen.

Familie George Christoph von Briest war mit Anna Florine (1666–1752), geb. von Stedern aus dem Hause Stapelburg, verheiratet. Das Ehepaar hatte sieben Kinder (vier Söhne und drei Töchter), darunter: Hans Heinrich von Briest (1687–1705) Friedrich Christoph von Briest (1689–1754), LandratVgl. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 137. des Havelländischen- und Glien-Löwenbergischen Kreises. Er ließ zwischen 1735 und 1737 das Schloss Nennhausen aufwendig umbauen.Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada: Das Havelland um Rathenow und Premnitz eine landeskundliche Bestandsaufnahme 2017. Auflage-Online-Ressouirce, Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2017, ISBN 978-3-412-22297-0, S. 259; Jakob Friedrich von Briest (1695–1768), preußischer Generalmajor August Siegmund von Briest (1702–1771), preußischer Leutnant, seit 1768 Erbherr auf Nennhausen

Literatur Nennhausen, Patronus des Ortes, Herr George Christoph v. Briest, In: Beyträge zu den Actis Historico-Ecclesiasticis, Oder zu den neuesten Kirchengeschichten gesamlete Nachrichten von dem Leben, Schiksalen und Veränderungen merkwürdiger Männer. Band 1, Siegmund Heinrich Hoffmann, Weimar 1746, S. 551. 74. v. Briest 1. Der Landrath George Christoph, 2. Frau Landräthin geb. v. Stedern (Städern) etc., In: Hermann von Redern-Wansdorf: Genealogische Nachrichten (II. Abteilung) aus den Kirchenbüchern von Spandau, Oranienburg, Seegefeld und Cladow. Wansdorf 1880, S. 58.

Einzelnachweise

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