Alexander Sahmel (* 14. April 1981) ist ein ehemaliger deutscher Feldhockeyspieler und Arzt. Er spielte für den HTC Uhlenhorst Mülheim sowie für den Club an der Alster Hamburg, mit dem er mehrfach deutscher Feldhockeymeister wurde. 2003 gehörte er dem deutschen Perspektivkader an. Nach seiner sportlichen Karriere schlug er eine medizinische Laufbahn ein und arbeitet am Swiss Center for Health & Longevity in Zollikon (Schweiz), wo er als ärztlicher Leiter tätig ist.

Ausbildung Sahmel wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Humanmedizin in Hamburg und arbeitete während seiner aktiven Karriere am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in der Inneren Medizin. Er legte 2013 sein ärztliches Staatsexamen in Deutschland ab.

Sportliche Laufbahn

Jugend und Uhlenhorst Mülheim Sahmel begann beim HTC Uhlenhorst Mülheim, für den er im Jugend- und Herrenbereich spielte. Lokale Berichte beschreiben ihn als eines der Talente aus der Uhlenhorst-Schule, das später in der Bundesliga für Uhlenhorst und den Club an der Alster eingesetzt wurde. In seiner frühen Laufbahn wurde er in Jugend- und Juniorennationalmannschaften des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) eingesetzt.

Club an der Alster Nach einer mehrjährigen Pause aufgrund einer chronischen Entzündung der Patellasehne schloss sich Sahmel dem Club an der Alster Hamburg an. Bereits im Mai 2002 gewann er mit Alster den EuroHockey Club Champions Cup in Antwerpen. 2003 berief Bundestrainer Bernhard Peters ihn in das deutsche Perspektivteam für die Champions Trophy.

Bei der Champions Trophy 2003 in Amstelveen bestritt Sahmel mehrere Länderspiele und erzielte Tore für die deutsche Mannschaft.

Mit dem Club an der Alster wurde er Deutscher Feldhockey-Meister 2003, 2004, 2007, 2008 und 2011 sowie Deutscher Hallenhockey-Meister 2004. Im Finale 2008 gegen den Düsseldorfer HC verwandelte er zwei Siebenmeter.

Sahmel galt in der Bundesliga und im Europapokal als defensiv geprägter Spieler mit besonderer Stärke bei Standardsituationen. Auch nach seiner Zeit in der ersten Mannschaft spielte er für untere Herrenteams des Clubs an der Alster weiter.

Euro Hockey League 2008/09 trat Sahmel mit dem Club an der Alster in der Euro Hockey League an. Im Auftaktspiel gegen KS Pocztowiec (10:0) traf er per Strafecke in der 6. Minute und erhielt in der Berichterstattung ein Sonderlob für seine Defensivarbeit.

Verletzungsgeschichte Sahmels Karriere wurde wiederholt durch langwierige Knieprobleme beeinträchtigt. Nach frühen Einsätzen in Jugend- und Juniorennationalmannschaften erlitt er eine chronische Entzündung der Patellasehne, woraufhin Ärzte zeitweise von einem möglichen Karriereende im Leistungssport ausgingen. In dieser Phase ließ er sich unter anderem vom Münchner Sportarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln. Nach einer mehrjährigen Pause kehrte er in den Bundesligabetrieb zurück und etablierte sich erneut als Stammspieler beim Club an der Alster, mit dem er weitere nationale und internationale Titel gewann.

Ärztliche Laufbahn Neben seiner Hockeykarriere studierte Sahmel in Hamburg Medizin und arbeitete in der Inneren Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sahmel legte im Jahr 2013 das deutsche Staatsexamen ab. Später war Sahmel als Arzt an der Seegarten Klinik in Kilchberg bei Zürich tätig und arbeitete unter anderem mit orthomolekularen und mitochondrialen Therapieansätzen.

Sahmel arbeitete als Arzt im OrthoCentrum Hamburg.

Sahmel leitet als Arzt das Swiss Center for Health & Longevity in Zollikon mit einem Schwerpunkt auf Longevity- und Präventionsmedizin. Heute arbeitet er im Bereich funktionelle Medizin und Longevity.

Einzelnachweise

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