Cassius Honecker (* 4. Dezember 1851 in Bonn; † 14. Mai 1917 in DresdenLebensdaten nach dem Totenzettel, abgerufen am 9. Dezember 2025) war ein deutscher Mediziner. Als Mitglied im Aufsichtsrat eines Versicherungsunternehmens wurde er schließlich dessen Vorsitzender.

Leben mini|Grab von Cassius Honecker auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden Cassius Honecker war ein Sohn des Bonner Gastwirts Hubert Honecker und dessen Frau Catharina, geb. Kaeuffer.Nach der Vita in der Diss.; S. 67 (nicht paginiert). Er besuchte Gymnasien in Bonn und Brilon. Ostern 1873 begann er sein Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn; zu Ostern 1875 bestand er das tentamen physicum. Im Wintersemester 1875/76 leistete er Wehrdienst im Husaren-Regiment „König Wilhelm I.“ (1. Rheinisches) Nr. 7. Danach kehrte er an die Universität Bonn zurück, wo er 1877 mit einer Dissertation Über Fracturen der Patella, ein Beitrag zur Lehre von den Knochenbrüchen zum Dr. med. promoviert wurde. Zu dieser Zeit war er Assistenzarzt bei Joseph Doutrelepont am Friedrich-Wilhelm-Hospital, dem heutigen Universitätsklinikum Bonn.

1878 zog er nach Dresden und wurde Mitglied der dortigen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde.Jahresbericht der Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresden. 1904, S. XIII Von 1880 (Patent vom 27. Juni 1880)Paul Boerner: Das Medicinalwesen in Deutschland im Jahr 1880. Kassel: Fischer, S. 665 bis 1891 war er nebenamtlich als Militärarzt der Sächsischen Armee tätig, zuletzt als Stabsarzt der Landwehr II. Aufgebots des Landwehr-Bezirks I in Dresden.Deutsche militärärztliche Zeitschrift 1891, S. 47 Ab 1888 war er als Königlicher Stiftsarzt Leiter des katholischen Königlichen Krankenstifts in der Friedrichstadt (Dresden). Das Stift ist eine Vorgängereinrichtung des heutigen St. Joseph-Stifts. Über viele Jahre wirkte er daneben ehrenamtlich als Arzt für den Vincentius-Verein und dessen Asyl in Dresden.St.-Benno-Kalender oder Katholischer Kirchen- und Volks-Kalender zunächst für Sachsen. 51 (1901) Digitalisat, S. 146

Honecker war in verschiedenen Gremien ehrenamtlich tätig. So war er Vorstandsmitglied des Dresdner Ortsausschusses im Deutschen Caritasverband.Caritas 16 (1911), S. 276 In der 1878 gegründeten Allgemeinen Deutschen Versicherungs-Gesellschaft Schutz und Trutz (Sterbekasse) war er Mitglied des Aufsichtsrates und zuletzt dessen Vorsitzender.Jahrbuch für das deutsche Versicherungswesen, verschiedene Jahrgänge, z. B. 1897, S. 102 Die Versicherungsgesellschaft ging 1904 an die Berliner Deutschland, Lebensversicherungs-Gesellschaft über.Versicherungs-Statistik für 1904 über die unter Reichsaufsicht stehenden Unternehmungen. S. XV

Honecker verstarb 1917 in Dresden. Das Leipziger Tageblatt erwähnte in der Todesanzeige seine Tätigkeit als königlicher Stiftsarzt zu Dresden und die Auszeichnung als Ritter pp. Der Nachruf im St. Benno-Kalender pries ihn als „Mann von der edelsten Gesinnung, der im Dienste der Nächstenliebe sein Leben opferte“.St.-Benno-Kalender oder Katholischer Kirchen- und Volks-Kalender zunächst für Sachsen. 68 (1918), S. 270

Honecker wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden beigesetzt. Das Familiengrab ist erhalten.Abbildung, grabsteine.genealogy.net, abgerufen am 11. Dezember 2025.

Auszeichnungen (Auswahl) Titel Hofrat Ritter des päpstlichen Piusordens (1900)Reichs-Medicinal-Kalender für Deutschland 1903, S. 399 Ritter des sächsischen Albrechts-Ordens I. Klasse (1905) Inhaber der silbernen Carola-Medaille (vor 1903)Reichs-Medicinal-Kalender für Deutschland 1903, S. 399

Veröffentlichungen (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

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