Ziegenmühle (fränkisch: Di ZichemühlD. Fastnacht: Staffelstein, S. 429. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: di dsiχəmǖl.) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).
Geografie Die beiden Anwesen lagen auf einer Höhe von an einem linken Seitenarm der Itz. Eine Vicinalstraße führte nach Medlitz (0,9 km südöstlich) bzw. nach Speiersberg (0,8 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde im Urbar des Bamberger Amtes Staffelstein (um 1326/28) als „Ziegenmul“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Zigo bzw. Cigo. Ziegenmühle war bereits 1348 Eigentum des Bamberger Dompropstes. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gab es zwei Mühlen, die Obere und die Untere Ziegenmühle.D. Fastnacht: Staffelstein, S. 429f. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts übte das bambergische Dompropsteiamt Döringstadt das Hochgericht aus.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 535.
Im Jahre 1802 kam Ziegenmühle an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ziegenmühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Medlitz und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Medlitz zugewiesen.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 161f. 1887 verstarb der damalige Mühlenbesitzer, einen Nachfolger gab es nicht, so dass das Anwesen verödete.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885Einwohner 13 9 3 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1885 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 1Quelle
Religion Ziegenmühle war römisch-katholisch geprägt und nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Wüstung im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Rattelsdorf) Kategorie:Ort an der Itz Kategorie:Ersterwähnung 1328