Speiersberg (fränkisch: SchbaiaschbeachD. Fastnacht: Staffelstein, S. 343. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: šbai̯ɐšbeəχ.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Speiersberg liegt in der Gemarkung Medlitz.

Geografie Das Dorf liegt an einem linken Seitenarm der Itz. Gegen Nordosten steigt das Gelände um 150 Höhenmeter an zum Ummersberg. Die Bundesstraße 4 führt entlang der Itz nach Medlitz (1,6 km südlich) bzw. nach Hilkersdorf (0,8 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde um 1270 in den Zehntauskünften der Würzburger Dompropstei als „Spirberg“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens kann sowohl der Tiername Sperling als auch der Baumname Speierling sein.D. Fastnacht: Staffelstein, S. 343ff.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Speiersberg aus 13 Anwesen (3 Güter, 8 Sölden, 2 Tropfhäuser). Das Hochgericht hatten das würzburgische Centamt Medlitz und das bambergische Centamt Döringstadt. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Dompropsteiamt Döringstadt.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 103.

Im Jahre 1802 kam Speiersberg an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Speiersberg dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Medlitz und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Medlitz zugewiesen.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 161f. Am 1. Juli 1972 wurde Speiersberg im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.

Baudenkmäler Bildstock

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2023Einwohner 64 70 66 71 61 62 62 57 51 50 38HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 12 14 13 10 10 10 10 Quelle

Religion Speiersberg ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Rattelsdorf) Kategorie:Ort an der Itz Kategorie:Ersterwähnung 1270