mini|Hotel zum Türken, 2016 mini|Obersalzberg, Hitlers Residenz bis 1945

Das Hotel zum Türken ist ein historisches Gebäude am Obersalzberg, Berchtesgaden.

Das Anwesen Jakobsbichl wurde um 1630 erbaut. Der Name soll schon auf die Zeit der Türkenkriege 1683 zurückreichen.Johannes Schöbinger: Woher das Hotel »Zum Türken« seinen Namen hat – Eigentümer war zunächst Hitlerfan. In: Berchtesgadener Anzeiger, 17. Februar 2020. Franz und Anna Koppenleitner besaßen das Haus von 1891 bis 1902, danach General Viktor von Liegnitz. Der Gastwirt Karl Schuster und seine Frau MariaIn der angeführten Quelle, dem Artikel aus dem Berchtesgadener Anzeiger vom 17. Februar 2020, wird die Ehefrau des Wirtes Karl Schuster Anna genannt. Das scheint unrichtig zu sein; im Artikel aus dem Berchtesgadener Anzeiger vom 14. Februar 2020 und ebenso in dem Buch Nachbar Hitler von Ulrich Chaussy (1995) wird sie Maria genannt. erwarben das Kleine Türkenhaus 1911 für 8000 Goldmark und wandelten es unter Integration des originären „Türkenhäusls“ in ein Gasthaus um.

In der Zeit des Nationalsozialismus errichteten Adolf Hitler und andere NS-Größen in Obersalzberg ihre Residenzen. Zum diesem Komplex, Führersperrgebiet Obersalzberg, rund um den Berghof zählte nun auch, von Schuster im November 1933 unter Zwang an Martin Bormann abgetreten, das Hotel, das dem Sicherheitsdienst des Reichsführers SS als Quartier diente. Hitler hielt im Hotel Reden. Angehörige der Gestapo und der SS waren hier zu Gast. 1945 wurde das Gebäude gegen Ende des Zweiten Weltkrieges infolge Bombardierung schwer beschädigt.Hotel zum Türken. In: Geoff Walden: Third Reich in Ruins, Obersalzberg (englisch). 1949 konnte Maria Schuster, die Witwe des 1934, kurz nach seiner Vertreibung vom Obersalzberg, verstorbenen früheren Eigentümers Karl Schuster, bzw. ihre Tochter das Haus für 22.000 DM vom Freistaat Bayern zurückkaufen.3,65 Millionen Euro für Obersalzberg-Hotel mit brisanter NS-Geschichte. In: Berchtesgadener Anzeiger, 14. Februar 2020, abgerufen am 30. Dezember 2025.

Das Auktionshaus Sotheby’s bot im Jahr 2020 das Haus für 3,65 Millionen Euro zum Verkauf. Es wurde 2021 veräußert.Ehemaliges Nazi-Hotel auf dem Obersalzberg verkauft. Spiegel Panorama, 22. Januar 2021. Sowohl der Hotelbetrieb als auch die Besuchsmöglichkeit der Bunkeranlage unterhalb des Hotels wurde eingestellt.

Literatur Ulrich Chaussy: Nachbar Hitler – Führerkult und Heimatzerstörung am Obersalzberg. 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-86153-100-3, Kapitel »Wer war hier zuerst?« – Die Vertreibung des »Türken«-Wirtes, S. 61–72.

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