alternativtext=Porträtfoto einer Frau mit grauen Haaren und schwarzer Brille|mini|Shamima Ali bei einer Feier zum Internationalen Frauentag 2020 Shamima Ali ist eine fidschianische Aktivistin, die sich für Gleichberechtigung einsetzt und sich insbesondere gegen geschlechtsspezifische Gewalt engagiert. Sie ist Direktorin des Fiji Women’s Crisis Centre (FWCC). Sie ist Gründungsmitglied und Vorständin des Pacific Women’s Network Against Violence Against Women. Darüber hinaus war sie von 2006 bis 2008 Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Fidschi.

Leben und Wirken Shamima Ali war als Kind selbst von Gewalt betroffen. Sie beschreibt ihren Vater als gewalttätig gegenüber ihr und ihrer Mutter. Körperliche Bestrafung war für sie Teil des Alltags. In der Schule erlebte sie, dass Jungen anders behandelt wurden als Mädchen. Schon damals wollte sie sich gegen diese Ungerechtigkeit wehren, sah aber keine Möglichkeit dazu.

Shamima Ali studierte, um Lehrerin zu werden und gab auch Unterricht in wissenschaftlichen Fächern. In den 1970er Jahren heiratete Shamima Ali und folgte ihrem Ehemann nach England. Er studierte und sie kam an der Sussex University mit feministischen Ideen in Kontakt. Sie nahm an Treffen unterschiedlicher feministischer Gruppen teil und las feministische Literatur. Mitte der 1980er Jahre kehrte Shamima Ali nach Fidschi zurück. Sie trennte sich von ihrem Ehemann und begann für das FWCC zu arbeiten.

Shamima Ali ist mitverantwortlich für die Entwicklung des Male Advocacy Programms des FWCC, das Männer in die Verantwortung holt, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Das erfolgreiche Programm wird über die Vermittlung des Pacific Women’s Network Against Violence Against Women auch in Tonga, Vanuatu, den Salomonen, Papua-Neuguinea und den Cookinseln durchgeführt.

Unter ihrer Leitung hat das FWCC laut eigenen Angaben eine Reihe von Gesetzesänderungen in Fidschi bewirkt. So führt Shamima Ali den Family Law Act, den Domestic Violence Decree und Veränderungen von Gesetzen zum besseren Schutz von Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden, auf die Arbeit des FWCC zurück.

Von 2006 bis 2008 war Shamima Ali Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Fidschi. In dieser Rolle sprach sie sich deutlich gegen den Militärputsch von 2006 aus. Sie war im Rahmen dieses Putsches vorübergehend festgenommen worden.

2009 zeichnete Amnesty International Aotearoa New Zealand Shamima Ali mit dem ersten je von dieser Sektion verliehenen Human Rights Defender Award aus. Sie wurde für ihren Mut und ihr Engagement für die Menschenrechte nach dem Militärputsch von 2006 geehrt.

Unter ihrer Leitung erhielt das FWCC 2018 den australischen Mitchell Humanitarian Award.

Die Regierung von Vanuatu ehrte Shamima Ali 2022 anlässlich des vierzigsten Jahrestages des Landes mit einem Orden.

Einzelnachweise

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