Hilkersdorf (fränkisch: ZualD. Fastnacht: Staffelstein, S. 158. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: dsūəl.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Hilkersdorf liegt in der Gemarkung Medlitz.

Geografie Das Dorf liegt an einem linken Seitenarm der Itz. Gegen Osten steigt das Gelände um 150 Höhenmeter an zum Ummersberg. Die Bundesstraße 4 führt entlang der Itz nach Busendorf (1,3 km nördlich) bzw. nach Speiersberg (0,8 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch 1318/19 als „Hilkersdorf“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hiltiger. Dieser sehr häufig vorkommende Personenname ist seit dem frühen 9. Jahrhundert bezeugt. Die mundartliche Form leitet sich von Zoll ab; Hilkersdorf war früher eine Zollstelle des Hochstifts Würzburg.D. Fastnacht: Staffelstein, S. 158ff.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 656.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hilkersdorf aus 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die acht Häuser hatte das würzburgische Amt Ebern.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 77.

Im Jahre 1802 kam Hilkersdorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hilkersdorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Medlitz und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Medlitz zugewiesen.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 161f. Am 1. Juli 1972 wurde Hilkersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.

Baudenkmäler In Hilkersdorf gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 7: Wohnstallhaus Bildstock bei Haus Nr. 14

ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 1: Brauerei-Gastwirtschaft zum Grünen Baum. Stattliches zweigeschossiges Walmdachhaus des mittleren 19. Jahrhunderts, drei zu sechs Achsen, verputzt massiv; Gliederungen in Sandstein: Sockel, Sohlbankgesimse, profilierte Fenster- und Türrahmungen; hölzernes, profiliertes Traufgesims.K.-L. Lippert: Landkreis Staffelstein, S. 124f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2023Einwohner 56 45 56 57 53 37 47 64 43 57 50 38HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, 1818 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 8 8 11 10 9 9 9 13 Quelle

Religion Hilkersdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Rattelsdorf) Kategorie:Ort an der Itz Kategorie:Ersterwähnung 1319