mini|Sockel des Germania-Denkmal an der Hauptstraße in Langendreer Das Kriegerdenkmal Germania wurde 1886 zu Ehren der Gefallenen aus den deutschen Einigungskriegen von 1866 und 1870/71 in Langendreer (heute Bochum) eingeweiht.
Geschichte des Denkmals Errichtung In dem damaligen Amt Langendreer wurde ein Denkmal geplant für die 13 Gefallenen aus den deutschen Einigungskriege von 1866 (einer) und dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 (zwölf).Eintrag in dem Onlineprojekt Gefallendenkmäler mit Namen und Lebensdaten der Soldaten Die Statue wurde von dem Bochumer Bildhauer Wilhelm Gardy entworfen und ausgeführt.
Am 4. Juli 1886 wurde die Statue feierlich auf dem Marktplatz enthüllt. Die Einweihung erfolgte unter Beteiligung mehrerer der Kriegervereine aus Langendreer und dem Bochumer Umland. Es wurden patriotische Reden gehalten und die Enthüllung wurde mit einem großen Fest gefeiert. Es sollen mehrere tausend Gäste bei der Enthüllung anwesend gewesen sein.Essener Zeitung, 8. Juli 1886Wittener Zeitung, 8. Juli 1886Emscher-Zeitung, 12. Juli 1886 Ehrenamtmann Schulze-Vellinghausen betonte in seiner Rede: "... Sollten wiederum Deutschlands Söhne zum Kampfe gerufen werden, dann mögen die Manen der gefallenen Brüder aus lichter Höhe begeistert einwirken, dann möge die Macht und die Kraft der deutschen Heere sich abermals glänzender erneuern und das unter sich einige Volk in seiner Opferfreudigkeit, das Herr in seinen Erfolgen sich ebenbürtig erweisen. ..."
Die dargestellte Germania hält in der linken Hand ein gesenktes Schwert. In der rechten hielt sie „die auf einen Lohrbeerkranze ruhende heiß erstrittene deutsche Kaiserkrone hoch empor“. Die Widmung des Denkmals lautete: „Langendreer seinen in den Kämpfen 1866, 1870 und 71 gefallenen Kriegern.“ In dem Sockel war auf der Vorderseite eine Strophe von Die Wacht am Rhein, der inoffiziellen Hymne des Kaiserreichs, eingraviert. Die Rückseite zierte ein Landwehrkreuz mit der Umschrift „Mit Gott für König und Vaterland!“Tafel "Prolog" im Eingangsbereich des Stadtarchivs bei dem heutigen Standort des Denkmals.
Es zählt zu den Denkmälern mit dem Abbild der Nationalallegorie Germania. Sie wurden vor allem im 19. Jahrhundert zur Ehre des deutschen Vaterlandes errichtet. Abbau und neuer Standort Im Laufe der Zeit kam es zu Beschädigungen an dem Sockel des Denkmals. Der Sandstein hielt den Umwelteinflüssen des Ruhrgebietes nicht stand. Die Statue wurde 1981 vom Postament entfernt und in der Stadtarchiv in der Kronenstraße aufgestellt. Im neuen Gebäude des Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte steht sie nun im Eingangsbereich. Neben ihr befindet sich liegend das Kriegerdenkmal aus dem Stadtpark. Eine Doppeltafel mit den Überschriften Prolog und Epilog enthält einen erläuternden Text zu den Denkmälern.
Initiative zur Rekonstruktion Die Idee einiger Bochumer, das Denkmal als Rekonstruktion neu zu errichten, löste in Bochum eine Debatte aus.
Trivia
Eine weitere Germania existierte in (Bochum-)Werne.Historische Postkarte Eine weitere Frau als Kriegerdenkmal existiert als Trauernde in (Bochum-)Dahlhausen.Ansicht von November 2004 In heutigem Bochumer Gebiet gab es über 50 Kriegerdenkmäler. Es existieren noch mehr als 35, davon stehen 14 unter Denkmalschutz.
Siehe auch
Germaniadenkmal
Literatur
Weblinks
Eintrag in dem Onlineprojekt Gefallendenkmäler mit Namen und Lebensdaten der Soldaten Bildergalerie Kriegerdenkmäler in Bochum
Einzelnachweise
Kategorie:Kriegerdenkmal in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Skulptur (Bochum) Kategorie:Steinskulptur Kategorie:Skulptur (1886) Kategorie:Denkmal in Bochum Kategorie:Germaniadenkmal Kategorie:Gedenkstätte des Deutsch-Französischen Kriegs Kategorie:Gedenkstätte des Deutschen Kriegs